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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Jubiläumsausstellung in Rostock - 40 Jahre Kunsthalle PDF Drucken E-Mail
Samstag, 14. März 2009 um 11:16 Uhr

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Ausstellung, DDR, Kunst, Kunsthalle, Rostock

 

Ein Abschnitt beschäftigt sich mit der Geschichte des Hauses, das 1969 eröffnet wurde. Die Kunsthalle galt als das erste moderne Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst in der DDR, wie das Museum am Freitag mitteilte. Im zweiten Teil der Jubiläumsschau wird eine Auswahl von Werken aus der großen Sammlung der Kunsthalle zu sehen sein, teilweise wurden sie noch nie gezeigt. Ein dritter Abschnitt widmet sich dem museumspädagogischen Anspruch der Kunsthalle. Gezeigt werden Schülerarbeiten, die während der «Tage der Kunst» entstanden.

(Internet: www.kunsthallerostock.de)


 

Rückblick nach vorn - Jubiläumsschau in Kunsthalle Rostock

Von Anette Pröber

Rostock (dpa/mv) - Die Kunsthalle in Rostock - vor 40 Jahren als flacher, moderner Quader auf eine Wiese gestellt - blieb der einzige Neubau eines Kunstmuseums, den sich die DDR leistete. Mit einer großen Retrospektive begeht das Haus nun sein Jubiläum. Umfänglich wie selten zuvor werden Werke aus der eigenen Sammlung gezeigt. Das monumentale Willi Sitte-Gemälde vom sozialistischen Arbeiter aus der DDR-Propagandawelt ist zu sehen, im gleichen Saal Altarbilder oder das Farbenspiel von treibenden Eisschollen auf der Elbe. Gegensätzlicher können Motive, Stile und Aussagen kaum sein. Das provozierende Nebeneinander ist Sinnbild für ein bewegtes Kapitel Kunstgeschichte im Osten Deutschlands und soll doch auch nach vorn weisen. Jahrelang war um ein neues Konzept für die Kunsthalle gestritten worden.

Die in Rostock gesammelten Werke entstanden zwischen Rügen und Erzgebirge, stammen aber auch aus Ostsee-Anrainerstaaten. Angekauft wurde zu DDR-Zeiten Kunst aus den «sozialistischen Bruderländern» ebenso wie aus Finnland, Norwegen und der Bundesrepublik. Rund 10 000 Originale der Malerei, Plastik und Grafik kamen so bis 1989 zusammen. In der Zeit danach gab es nur noch einzelne Ankäufe und Schenkungen. Zu den namhaften Künstlern gehören Otto Niemeyer-Holstein, Jo Jastram, Kate Diehn-Bitt, Carl Lohse, Fritz Tröger, Otto Manigk, aber auch HAP Grieshaber.

«"Die Sintflut" vom Meister der monumentalen Holzschnitte ist ein Werk, auf das jede Kunsteinrichtung stolz wäre und das mit dem Thema Umweltschutz hervorragend in die Zeit passt», sagt Horst Zimmermann und bedauert, dass «seine Schätze» bislang vor allem im Depot schlummerten. Der heute 78-Jährige, der von 1965 bis 1984 die Sammlung aufbaute und die Kunsthalle in Rostock als erster Direktor leitete, ist einer der Kuratoren der Schau. Er erinnert sich: «Die Ostsee-Biennale, die erstmals in den 1960er Jahren in Rostock ausgerichtet wurde und Kunst aus dem Ostseeraum zeigte, brauchte einen repräsentativen Ort. Und so wurde 1969 gebaut.» Dreizehn Mal fand dann bis zum Wendejahr 1989 die Ostsee-Biennale statt - eine der wenigen Möglichkeiten, in der DDR unzensierte Westkunst zu sehen.


Die Zusammenstellung der Werke in der Jubiläums-Ausstellung sei «durchaus bezweckt», solle zum Nachdenken anregen, auch Distanz schaffen, meint Zimmermann. Ähnlich sieht es auch Kunsthallen-Kurator Ulrich Ptak: «Es wird der große Bogen geschlagen über viele Jahrzehnte Kunst. Die aktuelle Videoinstallation des Künstlers Udo Rathke reflektiert dies sehr anschaulich im Zeitraffer.» Mit einem historischen Abriss zu Beginn der Ausstellung ordne man die Entwicklung der Kunsthalle ein.

Mit alten Eintrittskarten und Plakaten werde zudem an spannende Ausstellungen erinnert, an die des norwegischen Malers Edvard Munch, des Fotografen Helmut Newton, des französischen Malers und Fotografen Henri Cartier-Bresson oder auch an den Besuch von Christo und Jeanne Claude in Rostock. Ein dritter Abschnitt widmet sich dem museumspädagogischen Anspruch der Kunsthalle und zeigt Arbeiten von Schülern, die in der Kunsthalle entstanden.

Die Schau zum 40. Jubiläum gilt vielen auch als Zeichen, die Tradition von Kunst in der Hansestadt fortzuschreiben. Mit dem Verein «pro Kunsthalle» und dessen Geschäftsführer Jörg-Uwe Neumann als neuem Betreiber beginnt in diesen Tagen eine neue Ära. Das äußert sich bereits in einem umfassenden Begleitprogramm zur Ausstellung, das sowohl Podiumsdiskussionen, Vorträge, Filme und einen Festtag für die Familie (25. 4.) vorsieht. Die Ausstellung «40 Jahre Kunsthalle» ist bis zum 26. April, Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

(Internet: www.kunsthallerostock.de)



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