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Samstag, 14. März 2009 um 11:23 Uhr |
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Kassel, Kühne, Hörmann
Die erwählte Kandidatin habe abgesagt, deshalb werde die Ausschreibung wiederholt, sagte Hessens Kunstministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) am Freitag in Kassel. Das Bewerberfeld hinter der Favoritin sei «weit abgeschlagen» gewesen, deshalb habe sie sich zur Neuausschreibung entschieden. «Viele gute Leute haben sich gar nicht erst beworben, weil die hessischen Verhältnisse sie abgeschreckt haben», sagte die Ministerin. «Bei der politischen Unsicherheit des letzten Jahres haben sie wohl befürchtet, dass der Ausbau der mhk nicht kommt. Aber er kommt.»
Die Suche war notwendig geworden, weil der bisherige Museumschef Michael Eissenhauer seit Oktober Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin ist. Im ersten Bewerberverfahren seien nach der Ausschreibung am 1. Juni letzten Jahres 22 Kandidaten gewesen. «Wir hatten noch auf andere gehofft, aber Hessen wurde ganz offensichtlich als instabil eingeschätzt. Wer sich für einen solchen Posten bewirbt, will sicher sein, dass die zugesagten 200 Millionen Euro auch tatsächlich in die mhk fließen. Das wären sie bei Rot-Grün sicher auch, aber vielleicht gestreckt. Wir können neuen Bewerbern jetzt versichern, dass wir das Geld bis 2014 investieren.»
Die neue Ausschreibungsfrist läuft bis Ostern, dann solle so schnell wie möglich ein neuer mhk-Chef ernannt werden. «Ich bin optimistisch, dass das bis zum 1. Juni klappt», sagte Kühne-Hörmann. Vom 1. April an soll Ernst Wegener Interimschef der Museumslandschaft sein. Der stellvertretende Leiter der Kultur- und Kunstabteilung in Kühne-Hörmanns Ministerium hat Geschichte und Kunstgeschichte studiert und vor seiner Beschäftigung im Ministerium lange für die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» gearbeitet. Er werde sich aber mit Sicherheit nicht am Bewerberverfahren beteiligen: «Ich freue mich auf Kassel. An mehr ist aber nicht gedacht.»
Noch im Frühjahr werden weitere Projekte für den Ausbau der mhk vorgelegt. Im Juni soll mit dem Bau eines Besucherzentrums am Herkules, der acht Meter hohen Kupferfigur über Kassel, und der Sanierung der Löwenburg in Kassel-Wilhelmshöhe begonnen werden. So sollten gerade auch Touristen nach Kassel gelockt werden, sagte Kühne-Hörmann. «Wir haben die Schätze, aber noch nicht so viele Besucher, dass sie sommers wie winters den Schlosspark übervölkern.»
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