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Mittwoch, 18. März 2009 um 22:12 Uhr |
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Aschenbach, Paffrath, Bild
Das vergessene Frühwerk «Der Schiffbruch» (1837) des schon als junger Maler für seine See-Stücke hochgeschätzten Künstlers habe sich über viele Jahrzehnte in Privatbesitz in Argentinien befunden. Dies sagte der Düsseldorfer Galerist Hans Paffrath am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa. Das Bild sei bislang unbekannt gewesen und weder in historischen Aufzeichnungen oder auf Fotos dokumentiert, erklärte der Kunsthändler: «Der Fund ist eine totale Überraschung.»
Die dramatische Szene eines Schiffsuntergangs vor felsiger Küste werde nun für 75 000 Euro angeboten. «Die frühen Hauptwerke des Künstlers sind heute fast alle in Museen», sagte Galerist Paffrath. Das Ölgemälde sei «für einen 22-Jährigen eine enorme Leistung» und zeigt ein in wilden Wogen vor einem Strand kenterndes Schiff. Das dramatische Motiv, Kontrapunkt zur zeitgenössischen Biedermeier- Idylle, wird von einer Fischerhütte und einem Felsmassiv eingerahmt.
Andreas Achenbach gilt gemeinsam mit seinem Bruder Oswald als Hauptvertreter der damals international einflussreichen Düsseldorfer Malerschule. Er war an der Kunstakademie in Düsseldorf Schüler Wilhelm von Schadows und fand bereits als Jugendlicher bedeutende Sammler für seine an der niederländischen Landschaftsmalerei orientierten Gemälde. «Der Schiffsuntergang» ist nach Angaben des Galeristen in den Münchener Jahren Achenbachs entstanden und möglicherweise mit einer deutschen Auswandererfamilie vor langer Zeit nach Südamerika gelangt.
Nun liefere der Kunst-Fund «eine neue Facette zum bisher weniger bekannten Frühwerk von Andreas Achenbach», sagte Paffrath. Für das Bild, das er «über eine Vermittlung» aus Argentinien bekommen habe, gebe es bereits einen privaten Interessenten. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass das wichtige Werk als Leihgabe an ein deutsches Museum geht.
(Internet: www.galerie-paffrath.de)
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