|
Mittwoch, 18. März 2009 um 22:20 Uhr |
|
Dresden, Palais, Sammlungen
Nach der am Mittwoch vorgelegten Statistik strömten mehr als 1,9 Millionen Besucher in die verschiedenen Sammlungen und in die Kunsthalle. Dabei fehlten mit dem Albertinum und dem Mathematisch- Physikalischen Salon, die derzeit saniert werden, zwei wichtige Anziehungspunkte. Aber auch im Ausland zeigte Sachsen seine Schätze. Zu Ausstellungen in St. Petersburg, Madrid, Los Angeles oder Peking kamen mehr als 400 000 Zuschauer.
Der Generaldirektor der SKD, Martin Roth, stellte gemeinsam mit Kollegen der Partnermuseen die großen Vorhaben dieses Jahres vor. Im Mittelpunkt steht im Dezember die Eröffnung der «Türckischen Cammer», eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen osmanischer Waffen, Reitzeuge, Kostüme und Zelte aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Mit Restitutionsansprüchen müssen die Dresdner diesmal nicht rechnen: Alle Exponate, darunter reich mit Gold und Edelsteinen verzierte Kunstwerke aus Istanbuler Hofwerkstätten, wurden von den sächsischen Kurfürsten gekauft. Viele Objekte sind erstmals seit fast 70 Jahren wieder öffentlich zu sehen.
Vom 20. Mai bis 27. September wird im Japanischen Palais die Schau «Verwandelte Götter - Die antiken Skulpturen des Museo del Prado zu Gast in Dresden» präsentiert. Sie befand sich in den vergangenen Monaten in etwas abgewandelter Form in Madrid. In Kooperation mit der Alten Nationalgalerie Berlin entsteht die Exposition «Carl Gustav Carus. Natur und Idee», die dem Arzt, Naturwissenschaftler und Künstler gewidmet ist. Vom 26. Juni an ist sie für knapp drei Monate im Dresdner Residenzschloss, danach in der Alten Nationalgalerie zu sehen. Die Königlichen Dänischen Sammlungen Schloss Rosenborg sind Partner beim Projekt «Mit Fortuna übers Meer. Sachsen und Dänemark - Ehen und Allianzen im Spiegel der Kunst (1548-1709)».
Sachsen hat in diesem Jahr den Zuschuss für die SKD um zwei Millionen Euro auf knapp 11,8 Millionen Euro erhöht, zusätzlich gibt es noch weitere 6 Millionen Euro für den Umbau des Albertinums. Es soll im Juni 2010 als Haus der Moderne wiedereröffnet werden. Im kommenden Jahr wird es im Japanischen Palais auch die Jubiläumsschau «450 Jahre Kunstsammlungen Dresden» geben. Gemeinsam mit den Staatlichen Museen Berlin und den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen präsentieren sich die Dresdner zudem ein halbes Jahr lang mit «Kunst der Aufklärung» im Nationalmuseum Peking. Dem 300. Geburtstag der Porzellan-Manufaktur Meissen ist eine Ausstellung im Japanischen Palais Dresdens gewidmet.
(Internet: www.skd-dresden.de)
|