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Mittwoch, 18. März 2009 um 22:23 Uhr |
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Gemäldegalerie, Anhalt, Kulturstiftung
Ein entsprechender Vertrag mit einer nicht genannten Kaufsumme wurde am Mittwoch mit einem Festakt in der Galerie besiegelt. Es handelt sich um acht Familienporträts und eine Skulptur, alle aus der Sammlung des letzten Herzogs, Joachim Ernst von Anhalt (1901-1947).
Das Adelshaus hatte der Kulturstiftung Dessau/Wörlitz in der Vergangenheit mehrfach Gemälde verkauft. Das einst vom Haus Anhalt genutzte Schloss Georgium, in dem sich die Gemäldegalerie befindet, gehört mit zur 1918 von Joachim Ernst von Anhalt gegründeten Stiftung. Der aktuelle Ankauf wurde von mehreren Finanziers unterstützt, unter anderem von der Kulturstiftung der Länder und der Lotto-Toto GmbH.
Das bedeutendste der Werke ist ein Gemälde von Johann Friedrich August Tischbein (1750-1812), das Christiane Amalie Erbprinzessin von Anhalt-Dessau (1774-1846) mit ihren drei Kindern zeigt. Auf den anderen Porträts sind Fürst Leopold von Anhalt-Dessau (1676-1747) sowie Prinzessin Friederike von Preußen (1778- 1841) und ihre Schwester, Königin Luise von Preußen (1776-1810), zu sehen. Alle Exponate waren nach dem Zweiten Weltkrieg in die Anhaltische Gemäldegalerie gelangt und sind dort seit Jahrzehnten in der Dauerausstellung zu sehen.
Der letzte Herzog, Joachim Ernst von Anhalt (1901-1947), war nach dem Zweiten Weltkrieg im sowjetischen Sonderlager auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald interniert und kam dort ums Leben. 1992 wurde er von der sowjetischen Justiz postum als politisch Verfolgter rehabilitiert. Mitglieder der Familie leben heute wieder in Sachsen-Anhalt.
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