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Freitag, 20. März 2009 um 07:17 Uhr |
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Salle, Malerei, Künstler
23 neue Arbeiten des New Yorkers zeigt die Kestnergesellschaft Hannover von diesem Freitag an erstmals im deutschsprachigen Raum. Der 1952 geborene Künstler experimentiert in seinen großflächigen Gemälden mit verschiedenen Stilen. Unter ein realistisches Stillleben mit Fisch und Hummer montiert er etwa Frauenkörper, die wie auf einer Schwarz-Weiß-Fotografie wirken. Immer wieder schweben Hüte oder andere seltsame Gegenstände durchs Bild. Salle fügt Comic-Elemente ein, teilweise baut er sogar Objekte wie kleine Segelschiff-Modelle vor die Leinwand.
Die meisten seiner Bilder enthielten eine Geschichte, erklärte der Künstler am Donnerstag in Hannover. Allerdings könne er nie ganz sagen, welche Geschichte sie genau erzählen. «Die Themen sind eher aus einer Privat-Mythologie gespeist», sagte Kurator Frank-Thorsten Moll, der Salle als einen der radikal-subjektivsten Maler bezeichnete. Für den Amerikaner mit der überschäumenden Fantasie fasse Malerei das Unsagbare. Dies spiegele auch der Titel der bis zum 21. Juni laufenden Ausstellung wider: «Distanz von Nirgendwo». Neben den Gemälden aus den Jahren 2007 bis 2009 sind auch sechs ältere Werke aus dem Zeitraum 1983 bis 1998 zu sehen.
In Zeiten digitaler Bilderflut versucht Salle herauszufinden, was Malerei eigentlich kann. Er überlagert mehrere Bildebene, oft scheinen die nicht identifizierbaren Figuren wie in einem Zerrspiegel. Salle interessieren Parallelitäten: So stellt er einen leeren Gummihandschuh neben das Porträt einer jungen Frau im BH – die Silhouetten ähneln sich. Im Schaffensprozess wisse er nie, was passiert, erläuterte der Amerikaner. Zunächst erfinde er einen Dialog, daraus ergebe sich eine Konversation. So tauchen Blüten, Kleider ohne Trägerinnen sowie leere Sprechblasen in einem Bild auf und geben dem Betrachter Rätsel auf.
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