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Freitag, 20. März 2009 um 07:22 Uhr |
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Kunstdepot, Moskau, Kunsthalle
Rund 53 der mehr als 2000 Werke umfassenden Kollektion sind bis 14. Juni in dem früheren Busdepot zu sehen. Museumsleiterin Dascha Schukowa, Freundin des russischen Multimilliardärs Roman Abramowitsch, posierte am Donnerstag gemeinsam mit Pinault in der rund 8500 Quadratmeter großen Kunsthalle. Zu sehen sind in der Schau mit dem Titel «Ein bestimmter Zustand der Welt» unter anderem Arbeiten von Jeff Koons, Tim Noble und Sue Webster, Phillippe Parreno, Cindy Sherman und David Weiss.
Die Designerin Schukowa, eine Mittzwanzigern, hatte in Moskau für ein Millionenvermögen das frühere Busdepot des russischen Architekten Konstantin Melnikow aus den 1920er Jahren zu einem Kunstmuseum aufmöbeln lassen. Unklar blieb bisher die Beteiligung Abramowitschs an dem Projekt. Obwohl der Russe seit Monaten den Kunstmarkt aufmischt, waren seine Erwerbungen noch nicht in Moskau zu sehen.
Moskaus Kunstkritiker loben das «ehrgeizige und einzigartige Projekt» in Russlands verstaubt-konservativer Museumslandschaft. Viele fragen sich aber, ob die junge Frau ohne jegliche Museumserfahrung nur Geld oder auch den Verstand für die Leitung eines solchen Museums mitbringe. Die Kunsthalle hat deutlich mehr Ausstellungsfläche als die Neue Nationalgalerie in Berlin.
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