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Dienstag, 24. März 2009 um 21:09 Uhr |
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Melanchthon, Luther
Das Werk stammt aus dem 16. Jahrhundert und wird Lucas Cranach dem Jüngeren (1515-1586) zugeschrieben. Es wurde am Ende des Zweiten Weltkrieges mutwillig beschädigt, wie die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt am Dienstag in Wittenberg mitteilte. Die Schäden an dem Werk seien enorm, vor allem im Bereich des Gesichts. Die Malschicht der Augen- und Nasenpartie fehle ganz.
Experten von der Hochschule der Künste in Dresden wollen das Bild nun mit Hilfe historischer Fotoaufnahmen und einer Kopie des Gemäldes wieder herstellen. Es soll künftig in der neuen Dauerausstellung im Wittenberger Melanchthonhaus präsentiert werden, die die Stiftung derzeit vorbereitet. 2010 jährt sich der Todestag von Melanchthon, des Weggefährten von Martin Luther (1483-1546), zum 450. Mal.
Die Geschichte des Cranach-Werkes konnte bisher nur teilweise rekonstruiert werden. Es befand sich ursprünglich zusammen mit einem lebensgroßen Porträt Martin Luthers im Besitz der Universität Wittenberg. Etwa seit 1843 wurde das Melanchthonbild in der ersten Etage des Lutherhauses ausgestellt, 1883 bis 1945 hing es zusammen mit dem Lutherporträt und einigen Kurfürstenbildern im Großen Hörsaal. Vermutlich im Mai 1945 wurden mehrere der Bilder zerstört, wie die Stiftung weiter mitteilte. Das Gemälde mit der Ganzfigur Luthers ist bis heute verschollen.
(Internet: www.martinluther.de)
Weggefährte von Luther: Philipp Melanchthon Wittenberg (dpa) - Der 1497 im süddeutschen Bretten geborene Gelehrte Philipp Melanchthon war ein Weggefährte Martin Luthers (1483-1546) - und ebenfalls Reformator. Mehrere von ihm verfasste Schriften gehören zu den grundlegenden Bekenntnisschriften der Reformation; etwa «Confessio Augustana» («Augsburger Bekenntnis»/1530), «Apologie der Augustana» (1531) und das «Tractatus de potestate papae» («Traktat über die Gewalt und den Primat des Papstes»/1537).
Schon als Zwölfjähriger - mit hervorragenden Kenntnissen in Latein und Griechisch - hatte er ein Studium in Heidelberg begonnen. Da er für die Magisterprüfung zu jung war, ging Melanchthon nach Tübingen, wo er bis 1518 studierte und lehrte. 1518 erhielt der Süddeutsche einen Ruf an die Universität Wittenberg. Er erhielt dort einen Lehrstuhl für Griechisch und begegnete Luther, neben dem er schließlich in der Wittenberger Schlosskirche beigesetzt wurde.
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