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Mittwoch, 25. März 2009 um 22:12 Uhr |
Gemälde, Neckermann
Nach Angaben der Kunsthauses «Nagel Auktionen» in Stuttgart, brachte die Auktion rund 600 000 Euro ein. Im Angebot waren 353 Posten. «Fast 95 Prozent der Gegenstände wurden versteigert», sagte eine Sprecherin. Das Kunsthaus hatte zunächst für alle Posten mit 250 000 Euro gerechnet. «Wir sind mit der Auktion sehr zufrieden», sagte sie.
Versteigert wurden Gemälde, Skulpturen, Pferdedarstellungen, Bücher, Wein aus dem Château Neckermann, Silbergeschirr und andere Kunstgegenstände. Sie wurden von seiner Wahlheimat, den USA, nach Stuttgart gebracht. «Ich gestalte mein Leben um, habe beschlossen es in weichere Bahnen zu stellen. Und meine Frau und Kinder sind einverstanden», erklärte der Erbe am Mittwoch in Stuttgart.
Dass eine Kunstsammlung wie die des Hause Neckermanns intensiv gepflegt werden muss, wusste der Sohn des Versandhausgründers schon früh. Um die wertvollen Gegenstände habe er sich immer gekümmert. Schon mit 17 lernte er bei einem Restaurateur, wie er die Gemälde der Familie zu pflegen hatte, die Pendeluhren der Sammlung hat er immer präzise gestellt. Aber nicht alles, was versteigert wurde, zählt zum Erbe. Zusammen mit seinen Eltern baute er frühzeitig seine eigene Sammlung auf. Mit 15 Jahren hat Johannes Neckermann sein erstes Gemälde erworben: Die «Heilige Agatha im Gefängnis» von Andrea Vaccaro (Neapel, 1604-1670) hat es dem Jugendlichen angetan. Das Gebot von 18 000 Euro bescherte einem Interessenten den Zuschlag für das Gemälde, 2 000 Euro unter dem Schätzpreis.
Mit den Abendhandtaschen seiner Mutter oder einer Anstecknadel des Vaters haben zwar einige persönliche Gegenstände der Familie am Mittwoch ihren Besitzer gewechselt, die Goldmedaillen und Bundesverdienstkreuze vom preisgekrönten Dressurreiter Josef Neckermann hat der Sohn aber behalten.
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