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Freitag, 27. März 2009 um 07:14 Uhr |
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Umbau, Lenbachhaus
Der britische Stararchitekt Norman Foster als Spezialist für historische Gebäude soll bis 2012 das Haus umbauen, sanieren und erweitern. Die weltberühmte Sammlung des «Blauen Reiter» soll inzwischen in anderen Städten zu sehen sein, als erstes in Baden-Baden. «Wir werden die Zeit nutzen, den "Blauen Reiter" auf Tournee zu schicken und ein bisschen Werbung für die Kunst- und Kulturstadt München zu machen», sagte Kulturreferent Hans-Georg Küppers. Zugleich wird es im angrenzenden Kunstbau auch dieses Jahr neben der Werkschau über Wassily Kandinsky (1866-1944) drei Ausstellungen mit zeitgenössischen Künstlern geben, unter ihnen Dan Flavin und Erwin Wurm.
Im kommenden Jahr plant das Museum eine Schau von Gabriel von Max (1840 bis 1915). Der Professor für Historienmalerei an der Akademie der Bildenden Künste widmete sich besonders mystisch-religiösen Motiven und beschäftigte sich daneben unter anderem mit Anthropologie - häufige Motive seiner Bilder sind Affen.
Vorbereitet wird derzeit die Schau zu dem Künstler Dan Flavin (1933-1996), die am 28. März beginnt; die Installationen des «Lichtbildners» aus buntem Licht und Neonröhren sind bis 10. Mai zu sehen. Ende Mai folgt erstmals in Deutschland eine Schau über das Werk der gebürtigen Italienerin Monica Bonvicini, zusammen mit Werken des US-Künstlers Tom Burr.
Zuletzt werden von Oktober an Werke von Erwin Wurm zu sehen sein, der unter anderem mit seinen «One Minute Sculptures» bekannt wurde, bei denen er Menschen mit Gegenständen kurios fotografiert. Bei seinen «Fat»-Skulpturen wiederum präsentiert er bürgerliche Symbole wie Autos oder Häuser, aber auch Kleidungsstücke in verfettetem Zustand. Die Schau sei mit dem Ausstellungsbeginn gleich nach dem Oktoberfest gut platziert - es werde auch um den Spaßfaktor gehen, sagte Museums-Direktor Helmut Friedel.
Im Frühjahr beginnt der 56 Millionen Euro teure Umbau der gelben Villa des Münchner Malers Franz von Lenbach (1836-1904). Geplant sind Tagungsräume, eine öffentlich zugängliche Bibliothek sowie auch ein großer museumspädagogischer Bereich, sagte Friedel. «Wir müssen die Menschen an die Kunst heranführen.» Er könne sich ferner verstellen, Ausstellungen, Restaurant und Museums-Shop länger als bis 18.00 Uhr zu öffnen. Bei dem Umbau werde versucht, Historisches zu bewahren, vor allem der Garten solle erhalten bleiben. «Aber manche werden sich um das alte Flair grämen.» Umbau und Sanierung seien nach 50 Jahren jedoch unvermeidlich. «Wir hatten enormes Glück, dass das Haus die Ausstellung (Kandinsky) überhaupt durchgehalten hat - kurz vor Ende ist ein Fensterladen heruntergestürzt.»
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