| Beirat fordert bessere Vernetzung der Kunstszene |
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| Samstag, 02. Mai 2009 um 16:28 Uhr | ||
Kunst, Elitz
«Man wird sich überlegen müssen, wie künstlerische Aktivitäten und Kulturpolitik besser vernetzt werden können», sagte der Beiratsvorsitzende Prof. Ernst Elitz in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa vor dem Kongress der Landesregierung an diesem Montag in Karlsruhe, «Hauptsache Kunst». Dies sei insbesondere angesichts der Wirtschaftskrise überlebensnotwendig. Dass die Kunst durch die Krise ernsthaft bedroht werden könnte, glaubt Elitz nicht. Zwar erwartet er angesichts von Kurzarbeit und Entlassungen in vielen Firmen ein Wegbrechen von Sponsorengeldern. Zugleich betonte er aber: «Baden-Württemberg zeichnet sich durch eine Vielzahl an Stiftungen aus.» Dies sei ein solides Fundament. Der ehemalige Intendant des Deutschlandradios und Professor für Kultur- und Medienmanagement an der Freien Universität Berlin schlägt einen ständigen Kulturbeirat nach dem Vorbild des Sächsischen Kultursenats vor, in dem unabhängige Experten die Interessen von Künstlern, Institutionen, Stiftern und Regierenden unter einen Hut bringen. Der jetzige Landeskunstbeirat, der vor drei Jahren auf Zeit ins Leben gerufen wurde, beendet im November seine Arbeit. Doch nicht nur die stark regionale Ausrichtung der Kultur im Südwesten hat Elitz im Blick. Aus seiner Sicht schadet auch die «typisch schwäbische Bescheidenheit im Kulturauftritt». Baden- württembergische Kunstschaffende müssten sich zum Beispiel - wie andere Länder auch - viel mehr mit Ausstellungen oder Konzerten in Berlin präsentieren. «Der Fokus muss mehr auf die künstlerische Leistung des Landes gerichtet werden», meinte er. Und wenn schon das große Bahnprojekt Stuttgart 21 geplant ist: Warum dann nicht auf dem Bahnhofsgelände noch eine Konzerthalle und ein Museum der Kulturen der Welt errichten? «Solche Kulturprojekte direkt am Bahnhof würden die Attraktivität Baden-Württembergs enorm steigern», ist Elitz überzeugt. Bei dem Kongress am Montag, zu dem Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) erwartet wird, will der Kunstbeirat auch Empfehlungen zur ästhetischen Bildung und Kunsterziehung in Schule und Kindergarten geben. «Gerade für Ganztagsschulen ist das eine ganz wichtige Aufgabe», ist Elitz überzeugt. Schließlich würden mit der Kunst Kreativität und gemeinsames Arbeiten gefördert. Beim Kongress «Hauptsache Kunst», der am Montag (14.00 Uhr) im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) eröffnet wird, diskutieren Kunstschaffende und Politiker über künftige Schwerpunkte der Kulturpolitik. Beim ersten Kongress der Landesregierung im November 2005 hatte Ministerpräsident Oettinger die Kulturschaffenden im Land zu einem Umbau der Kunstpolitik eingeladen. Er hatte damals auch einen gleichbleibenden Kunstetat zugesichert. Elitz zufolge sind die Mittel aber sogar erhöht worden. Gespräch: Susanne Kupke, dpa Internet: www.zkm.de/kunstkongress2009 |
























































