| LWL-Direktor: NRW-Kulturförderung «im Ungleichgewicht» |
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| Montag, 04. Mai 2009 um 08:09 Uhr | ||
Kirsch, Westfalen
Bei den gemeinsam in der Region entwickelten Empfehlungen an die Landesregierung gehe es zwar nicht um Abwehr oder Verteidigung, betonte LWL-Direktor Wolfgang Kirsch, «aber wir haben klare Erwartungen an die Landesregierung». Hintergrund des Vorstoßes ist das Expertengutachten «Kunst NRW» der Landesregierung aus dem vergangenen Jahr, in dem Westfalen-Lippe laut Kirsch «unbeachtet» blieb. Für den Chef des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) offenbarte das Gutachten einen grundsätzlichen Riss durch NRW: «Es gibt seit Jahren in der Kultur ein Ungleichgewicht zugunsten des Rheinlandes, wir sehen die Entscheidungen der Landesregierung seit langem schon sehr kritisch», sagte Kirsch in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Münster. «So geht es nicht weiter. In Düsseldorf wird Geld ausgegeben, was zum großen Teil auch in Westfalen verdient wurde.» Als aktuelle Beispiele nannte er die Sonderförderung des Landes für die Theater in Köln und Essen. «Das hat uns hoch alarmiert, von Gleichgewicht in der Förderung kann da keine Rede sein». Selbstkritisch auf Westfalen bezogen fügte er hinzu: «Wir haben sicherlich bisher über Erfolge nicht so laut geredet, wie die Rheinländer. Das ist halt die westfälische Art, aber Marketing im Sinne einer Dachmarke Westfalen-Lippe muss es sicherlich künftig mehr geben.» Angedacht sei etwa eine westfälische Kulturkonferenz, die einmal im Jahr alle Verantwortlichen in Westfalen-Lippe an einem Tisch holt. «Das Gutachten hat uns schockiert, aber der Schock hat uns wie nie zuvor zusammengeführt.» Die Schwerpunkte in dem Papier der Bürgermeister, Landräte und Kulturdezernenten Westfalen-Lippes heißen Literatur, Musik und Klöster. Zu den «Glanzlichtern» zählen laut Kirsch das ostwestfälische Musik- und Literaturfest «Wege durch das Land» wie auch die «bedeutendste Lichtkunstregion Europas» im östlichen Ruhrgebiet und am Hellweg. Als zusätzliche Projekte schlagen Kirsch und seine Mitstreiter Projekte vor wie ein europäisches Klosternetzwerk, ein rollendes Kulturabteil, oder auch ein neues Literaturzentrum für NRW im Literaturland Westfalen - zum Beispiel auf der Wasserburg Hülshoff bei Münster. Ihre Empfehlungen wollen die Kommunalvertreter am Donnerstag (7. Mai) in Münster abschließend besprechen und auf den Weg nach Düsseldorf schicken. Gespräch: Juliane Albrecht, dpa |
























































