| Grundlegender Neuanfang im Beuys-Museum am Niederrhein |
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| Dienstag, 05. Mai 2009 um 07:12 Uhr | ||
Beuys, Paust
Als eine ihrer ersten Maßnahmen will sie die «Moyländer Hängung» abschaffen. Die viel kritisierte, Wände füllende Präsentation der Werke werde sie durch «sparsame und intensive Setzungen» ablösen, kündigte die 47-jährige Kunsthistorikerin am Montag in Düsseldorf bei ihrer Vorstellung durch NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff an. Das Land Nordrhein-Westfalen finanziert das Museum bis zunächst 2011 mit insgesamt gut neun Millionen Euro. Mit der Berufung Pausts, die seit 2002 das Beuys-Archiv leitet und die Direktion des Museums im vergangenen Jahr kommissarisch übernommen hatte, wird eine fast vierjährige Vakanz beendet. «Endlich», kommentierte Grosse-Brockhoff das Ende der führungslosen Interimszeit. Paust sei weder eine vorübergehende, noch eine Notlösung, so der Staatssekretär. Die Kunsthistorikerin hatte ihre Zusage, das Museum zu leiten, an eine Bedingung geknüpft: Die vom Land, den Schlossbesitzern von Steengracht und der Sammlerfamilie van der Grinten getragene Moyland- Stiftung sollte ihr Konzept zur Neuausrichtung des Hauses akzeptieren. Die Aufgabe der «Moyländer Hängung», bei der Bilder in Dreier- und Vierreihen ganze Wände bedecken, zugunsten der «Neukonzentration», solle auch den «klaren Wechsel von einem Sammlermuseum zum kunsthistorisch geführten Museum» deutlich machen, betonte Paust. «Wir brauchen Profilschärfung und Imagestärkung.» Dafür wolle sie sich «in erster Linie auf die eigenen Bestände konzentrieren». Ohne dass Moyland, das als das Beuys-Zentrum schlechthin gilt, «ein reines Beuys-Museum wird», sollen die rund 6000 Werke des Künstlers (1921-1986) in der Sammlung sowie die derzeit 220 000 Dokumente des Beuys-Archivs «Dreh- und Angelpunkt» der Museumsarbeit sein. Zwar plane sie, auch weitere Sammlungsbereiche «in aller Breite» zu präsentieren. «Das heißt aber nicht: In aller Fülle», sagte Paust. Für Unruhe hatte zuletzt die Forderung der Beuys-Erben nach Herausgabe zahlreicher Werke aus dem Besitz des Museums gesorgt. Dies lehnt das Land wegen «fehlender Anspruchslage» ebenso kategorisch ab, wie die von Experten empfohlene und vom «Beuys-Estate» verlangte Verlegung des Moyländer Beuys-Zentrums nach Düsseldorf. «Es geht um Joseph Beuys», veband Paust am Montag «Wunsch und Bitte» um zukünftige sachliche und konstruktive Zusammenarbeit. Internet: www.moyland.de |
























































