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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Schröder enthüllt «Apoll»-Statue in Bamberg PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 05. Mai 2009 um 07:18 Uhr

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Lüpertz, Skulptur, Apoll


Unbekannte hatten damals die Lüpertz-Skulptur «Kopf Chillida» zerstört. Die Skulptur «Apoll» sei ein Zeichen für religiöse Vielfalt, gegenseitigen Respekt und Toleranz, betonten Vertreter der Stadt bei der Enthüllung der Skulptur zu Füßen des Kaiserdoms. An dem Ereignis nahm auch Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) teil, der die Werke des Künstlers seit langem schätzt.

Schröder dankte seinem Freund Lüpertz und der Stadt für ihren Mut, die Figur trotz der Vorgeschichte «ohne Schutz und Schirm» auf einem öffentlichen Platz aufzustellen. Die Stadt setze mit dem Kauf ein Zeichen gegen die Zerstörung und für den Glauben an die Lernfähigkeit der Menschen. Die Figur des «Apoll» sei ein Sinnbild für Kunst wie für Gewalt, sagte Schröder. Sie verkörpere Schönheit und Eitelkeit ebenso wie Zwietracht und Krieg. «Der "Apoll" ist ein Freund und Beschützer der Künste, der sich nicht scheut, Unrecht zu bestrafen und Missetaten zu rächen - so wie Lüpertz selbst», betonte der Ex- Bundeskanzler.

Der «Apoll» war bereits vor drei Jahren im Rahmen einer Ausstellung mit 13 Werken des Künstlers in Bamberg zu sehen. Zwei Tage nach der Eröffnung wurde die Lüpertz-Skulptur «Kopf Chillida» von unbekannten Randalierern demoliert. Noch am selben Tag beschlossen die Stadt und der Freundeskreis des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia, eine Lüpertz-Skulptur zu kaufen und damit ein öffentliches Signal zu setzen. Der Kaufpreis von 150 000 Euro wurde nach Angaben von Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) von Stiftungen, Sponsoren und privaten Spendern, allen voran der Augsburger Verlegerin Ellinor Holland, aufgebracht.

Das Internationale Künstlerhaus präsentiert in Bamberg seit 1998 regelmäßig moderne Kunst im öffentlichen Raum. Aus den Ausstellungen hat die Stadt die Botero-Skulptur «Liegende Frau mit Frucht» und Plastiken von Mitorai, Avramidis und Luginbühl erworben und auf ausgesuchten Plätzen in der barocken Weltkulturerbestadt aufgestellt. «Dort kommt es zu einer Zwiesprache zwischen der wunderbaren historischen Architektur und den ausgezeichneten Zeugnissen moderner Kunst», sagte Oberbürgermeister Starke bei der Enthüllung der Lüpertz-Skulptur.



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