| 14 Kultureinrichtungen in Rhein-Main kooperieren |
|
|
|
| Mittwoch, 06. Mai 2009 um 08:05 Uhr | ||
Expressionismus, Kulturfonds
Dem «Phänomen Expressionismus» widmen sich ab September 2009 in Frankfurt, Darmstadt, Hofheim und Wiesbaden Ausstellungen, Werkschauen, Konzerte und Theateraufführungen. Das Projekt über die bedeutsame Kulturbewegung in den 1920er Jahren wird vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain mit etwa drei Millionen Euro gefördert. Dies teilte dessen Geschäftsführer Herbert Beck am Dienstag in Frankfurt mit. Der Fonds wurde im Dezember 2007 gegründet, um die kulturelle Zusammenarbeit in der Region voranzubringen. Dabei sollen vor allem auch Projekte mit internationaler Ausstrahlung gefördert werden. Gesellschafter des Kulturfonds sind das Land Hessen, der Hochtaunuskreis, der Main-Taunus-Kreis sowie die Städte Darmstadt und Frankfurt. Die Gesellschaft hat einen Jahresetat von rund sechs Millionen Euro. Die Reihe zum Expressionismus will an die engen Verbindungen großer Künstler zur Region anknüpfen wie bei den Malern Ernst Ludwig Kirchner oder Karl Schmidt-Rottluff, dem Komponisten Paul Hindemith oder dem Architekten Martin Elsaesser. Das Frankfurter Städel-Museum wird dem aus Aschaffenburg stammenden «Brücke»-Mitbegründer Kirchner eine große Retrospektive widmen. Die Mathildenhöhe in Darmstadt will die Wechselwirkungen und Parallelen innerhalb des Expressionismus - vom Film über Literatur und Tanz bis zur Architektur - zwischen 1905 und 1925 zeigen. Das Staatstheater Wiesbaden präsentiert neben dem Musikdrama «Elektra» von Richard Strauss expressionistische Kurzdramen und Bühnentänze. Den Auftakt zum «Phänomen Expressionismus» macht am 26. August eine vom Frankfurter Tigerpalast organisierte französische Seiltanz-Performance als deutsche Erstaufführung im Bockenheimer Depot. Der Geschäftsführer des Kulturfonds, Herbert Beck, nannte die Kooperation eine «Großtat». Alle Institutionen und die Region könnten dabei profitieren. Er hoffe, dass weitere Städte wie Offenbach, Hanau oder Rüsselsheim dem Fonds beiträten, sagte der frühere Städel-Chef Beck, der seit einem Jahr an der Spitze des neuen Kulturfonds steht. Zu den weiteren geförderten Projekte in der Region gehören der Meisterkurs mit weltbekannten Geigern in Kronberg im Taunus sowie Festivals für Neue Musik und Tanztheater in Darmstadt und Frankfurt. Mit der Ausstellung «Blickachsen» will im Sommer dieses Jahres der Künstler Timm Ulrichs eine Bauminstallation von Aschaffenburg bis Mainz schaffen.
Großprojekt zu Expressionismus in Rhein-Main-Region
Die Reihe zum Expressionismus will an die engen Verbindungen großer Künstler zur Region anknüpfen wie bei den Malern Ernst Ludwig Kirchner oder Karl Schmidt-Rottluff, dem Komponisten Paul Hindemith oder dem Architekten Martin Elsaesser. Das Frankfurter Städel-Museum wird dem aus Aschaffenburg stammenden «Brücke»-Mitbegründer Kirchner eine große Retrospektive widmen. Die Mathildenhöhe in Darmstadt will die Wechselwirkungen und Parallelen innerhalb des Expressionismus - vom Film über Literatur und Tanz bis zur Architektur - zwischen 1905 und 1925 zeigen. Das Staatstheater Wiesbaden präsentiert neben dem Musikdrama «Elektra» von Richard Strauss expressionistische Kurzdramen und Bühnentänze. Den Auftakt zum «Phänomen Expressionismus» macht am 26. August eine vom Frankfurter Tigerpalast organisierte französische Seiltanz-Performance als deutsche Erstaufführung im Bockenheimer Depot. Der Fonds wurde im Dezember 2007 gegründet, um die kulturelle Zusammenarbeit in der Region voranzubringen. Dabei sollen vor allem auch Projekte mit internationaler Ausstrahlung gefördert werden. Gesellschafter des Kulturfonds sind das Land Hessen, der Hochtaunuskreis, der Main-Taunus-Kreis sowie die Städte Darmstadt und Frankfurt. Die Gesellschaft hat einen Jahresetat von rund sechs Millionen Euro. Zu den weiteren geförderten Projekte in der Region gehören der Meisterkurs mit weltbekannten Geigern in Kronberg im Taunus sowie Festivals für Neue Musik und Tanztheater in Darmstadt und Frankfurt.
Nach holprigem Beginn: Der Kulturfonds greift anVon Thomas Maier, dpa (Mit Bild)
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der Anfang war äußerst holprig: Doch eineinhalb Jahre nach seiner Gründung geht der neue Kulturfonds Frankfurt RheinMain in die Offensive. Erstmals werden in der Region 14 Kultureinrichtungen vom kommenden September an bei einem Projekt zur Darstellung des Expressionismus zusammenarbeiten. Dies kündigte der Geschäftsführer des Fonds, Herbert Beck, an. Zur Feier dieser «Großtat» hatte er voll Stolz am Dienstag in den Liebermann-Saal des Frankfurter Städel geladen - im Hintergrund das berühmte Varieté-Bild des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner. Der Mitbegründer der «Brücke»-Künstlergruppe soll maßgeblich zum Erfolg des ersten Großvorhabens zum «Phänomen Expressionismus» beitragen. Ziel der Kooperation ist es, dass das Rhein-Main-Gebiet im sich verschärfenden Konkurrenzkampf der Regionen in Sachen Kultur national und vor allem auch international mithalten kann. Seit Jahren hatte vor allem CDU-Ministerpräsident Roland Koch mehr kulturelle Zusammenarbeit in der traditionell zerstrittenen Region gefordert. Zur Präsentation von «Leuchttürmen» hatte er sogar den Kommunen mit einem Zwangsverband gedroht. Schließlich kam mit Hilfe einer Mediation ein Kompromiss zustande, der dann Ende 2007 die Gründung des Kulturfonds möglich machte. Die Städte Frankfurt und Darmstadt sowie der Hochtaunus- und Main- Taunus-Kreis zahlen dort jährlich zwei Euro pro Einwohner ein. Das Land Hessen verdoppelt diesen Beitrag und unterstützt den Fonds während der ersten drei Jahre mit zusätzlich einer Million Euro pro Jahr. Andere Kommunen wie die SPD-regierten Städte Hanau, Offenbach und Rüsselsheim blieben dem Fonds aber fern. Das erste Großprojekt des Fonds scheint ambitioniert - gerade weil es zum Expressionismus als der wohl einflussreichsten Kulturbewegung in Deutschland im 20. Jahrhundert schon Hunderte von Projekten gab. Beck will vor allem an den Wurzeln anknüpfen, die die Region mit den Expressionismus verbindet. Kirchner stammte aus Aschaffenburg, sein Kollege Karl Schmidt-Rottluff war viele Jahr in Hofheim zu Gast und Alexej von Jawlensky in Wiesbaden. Der Komponist Paul Hindemith ist in Hanau geboren. Namhafte Architekten wie Peter Behrens oder Martin Elsaesser haben in Frankfurt gebaut. «Wir wollen versuchen, ein Programm von Welt zu machen», sagte Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, der im Kuratorium des Kulturfonds sitzt. Damit könne ein Weg gefunden werden, dass sich Rhein-Main endlich auch als «Region versteht», sagte Lehmann, der selbst über 20 Jahre in Frankfurt lebte. Und der umtriebige Chef des Frankfurter Tigerpalasts-Varieté, Johnny Klinke, sieht die Region auf dem Weg in die «Champions League der Kultur in Europa». Auch in der obersten Klasse soll jedoch Platz für Mitspieler aus der ganzen Region sein: «Selbstverständlich erwarten wir weitere Beitritte», sagte Beck zur Zukunft des Kulturfonds. Nur dann könnten alle Kommunen auch ihre Schätze zeigen. In Hanau oder Offenbach wurde dagegen vor allem vorgebracht, dass ein finanzielles Engagement im Kulturfonds zulasten der örtlichen Kultureinrichtungen gehe. Beck, früherer Städel-Direktor, lässt das nicht gelten. Das sei eine Frage der «Prioritäten».
Stichwort: Kulturfonds Frankfurt RheinMain
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nach jahrelangen Anlaufschwierigkeiten wurde der Kulturfonds Frankfurt RheinMain im Dezember 2007 gegründet. Er soll die kulturelle Zusammenarbeit in der Region voranbringen. Gefördert werden vor allem Projekte mit internationaler Ausstrahlung. Gesellschafter des Kulturfonds sind derzeit das Land Hessen, der Hochtaunuskreis, der Main-Taunus-Kreis sowie die Städte Darmstadt und Frankfurt. Die Gesellschafter zahlen jährlich zwei Euro pro Einwohner in den Fonds ein. Das Land Hessen verdoppelt diesen Betrag und unterstützt den Topf während der dreijährigen Aufbauphase mit zusätzlich einer Million Euro pro Jahr. Der Etat liegt derzeit bei sechs Millionen Euro pro Jahr. Über die Projekte entscheidet ein 24 Mitglieder umfassender Kulturausschuss, der von Frankfurts Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) geleitet wird. Beraten wird der Ausschuss von einem Kuratorium unter Vorsitz der früheren Kunstministerin Ruth Wagner (FDP). Der Sitz des Kulturfonds ist Bad Homburg. Geschäftsführer des Kulturfonds ist der frühere Städel-Direktor Herbert Beck. Expressionismus, Kulturfonds
Dem «Phänomen Expressionismus» widmen sich ab September 2009 in Frankfurt, Darmstadt, Hofheim und Wiesbaden Ausstellungen, Werkschauen, Konzerte und Theateraufführungen. Das Projekt über die bedeutsame Kulturbewegung in den 1920er Jahren wird vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain mit etwa drei Millionen Euro gefördert. Dies teilte dessen Geschäftsführer Herbert Beck am Dienstag in Frankfurt mit. Der Fonds wurde im Dezember 2007 gegründet, um die kulturelle Zusammenarbeit in der Region voranzubringen. Dabei sollen vor allem auch Projekte mit internationaler Ausstrahlung gefördert werden. Gesellschafter des Kulturfonds sind das Land Hessen, der Hochtaunuskreis, der Main-Taunus-Kreis sowie die Städte Darmstadt und Frankfurt. Die Gesellschaft hat einen Jahresetat von rund sechs Millionen Euro. Die Reihe zum Expressionismus will an die engen Verbindungen großer Künstler zur Region anknüpfen wie bei den Malern Ernst Ludwig Kirchner oder Karl Schmidt-Rottluff, dem Komponisten Paul Hindemith oder dem Architekten Martin Elsaesser. Das Frankfurter Städel-Museum wird dem aus Aschaffenburg stammenden «Brücke»-Mitbegründer Kirchner eine große Retrospektive widmen. Die Mathildenhöhe in Darmstadt will die Wechselwirkungen und Parallelen innerhalb des Expressionismus - vom Film über Literatur und Tanz bis zur Architektur - zwischen 1905 und 1925 zeigen. Das Staatstheater Wiesbaden präsentiert neben dem Musikdrama «Elektra» von Richard Strauss expressionistische Kurzdramen und Bühnentänze. Den Auftakt zum «Phänomen Expressionismus» macht am 26. August eine vom Frankfurter Tigerpalast organisierte französische Seiltanz-Performance als deutsche Erstaufführung im Bockenheimer Depot. Der Geschäftsführer des Kulturfonds, Herbert Beck, nannte die Kooperation eine «Großtat». Alle Institutionen und die Region könnten dabei profitieren. Er hoffe, dass weitere Städte wie Offenbach, Hanau oder Rüsselsheim dem Fonds beiträten, sagte der frühere Städel-Chef Beck, der seit einem Jahr an der Spitze des neuen Kulturfonds steht. Zu den weiteren geförderten Projekte in der Region gehören der Meisterkurs mit weltbekannten Geigern in Kronberg im Taunus sowie Festivals für Neue Musik und Tanztheater in Darmstadt und Frankfurt. Mit der Ausstellung «Blickachsen» will im Sommer dieses Jahres der Künstler Timm Ulrichs eine Bauminstallation von Aschaffenburg bis Mainz schaffen. |
























































