| Sotheby's Auktion signalisiert Einbruch im Kunstmarkt |
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| Donnerstag, 07. Mai 2009 um 06:49 Uhr | ||
Die beiden wertvollsten Kunstwerke, die Sotheby's zum Auftakt des zweiwöchigen Versteigerungsreigens am Dienstagabend (Ortszeit) anbot, blieben unverkauft - für Beobachter ein Signal, dass der internationale Kunstmarkt infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise einzubrechen droht. Dabei hatte das Auktionshaus Pablo Picassos «La Fille de l'artiste à deux ans et demi avec un bateau», ein Bild von seinem Töchterchen Maya aus dem Jahr 1938, und Alberto Giacomettis Skulptur «Le Chat» (Die Katze) von 1951 als «Ikonen der Modernen Kunst» angepriesen. Der fröhliche Picasso schmückt auch das Deckblatt von Sotheby's auffallend geschrumpftem Katalog. Beide Werke sollten je einen Mindesterlös von 16 Millionen Dollar (12 Millionen Euro) einbringen - ein Preis, den niemand zu zahlen bereit war. Dafür erzielte das «Portrait de Marjorie Ferry» der polnisch-französischen Art-Déco-Künstlerin Tamara de Lempicka einen neuen Weltrekord. Das spektakuläre Gemälde stammt aus der Sammlung des deutschen Modeschöpfers Wolfgang Joop und zeigt die in Paris lebende britische Kabarettsängerin im Jahr 1925. Es war von Sotheby's auf einen Wert von 4 bis 6 Millionen Dollar geschätzt worden und errang mit 4,9 Millionen den bisher höchsten Preis für de Lempicka. Ihr Porträt von der in Griechenland lebenden Duchesse de la Salle kam für 4,45 Millionen Dollar unter den Hammer. Von den insgesamt zehn Werken der Künstlerin in der Sammlung Joops wechselten vier den Besitzer - für zusammen 13,8 Millionen Dollar. Für Überraschung sorgte das Interesse an Piet Mondrians «Composition in Black and White, with Double Lines», das 1934 in Paris entstanden war. Es wurde für 9,2 Millionen Dollar von einem Unbekannten ersteigert und damit fast dem Doppelten des geschätzten Höchstpreises. Die Auktionen sollten am Mittwochabend (Ortszeit) mit Impressionisten und Moderner Kunst bei Christie's fortgesetzt werden. In der kommenden Woche steht Nachkriegs- und zeitgenössische Kunst auf dem Programm.
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