| Feininger-Spätwerk erstmals umfassend zu sehen |
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| Dienstag, 12. Mai 2009 um 06:31 Uhr | ||
Feininger
Die Stiftung Moritzburg in Halle präsentiert vom Sonntag an das Spätwerk des Deutsch-Amerikaners Lyonel Feininger (1871-1956). Es handelt sich um Arbeiten, die seit 1937 entstanden sind - nach der Rückkehr des Künstlers aus Deutschland in seine Heimat USA. «Eine einzelne Betrachtung dieses Spätwerkes hat es bislang noch nie gegeben - weder in den USA noch in Europa», sagte die Direktorin des Kunstmuseums, Katja Schneider, am Montag. Feininger hatte zwischen 1929 und 1931 ein Atelier im Torturm der Moritzburg, wo die berühmte Halle-Serie entstand. Unter dem Druck der Nationalsozialisten verließ er Deutschland 1937. Unter dem Motto «Zurück in Amerika - Lyonel Feininger 1937 bis 1956» sind bis zum 23. August rund 105 Werke zu sehen: Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Lithographien. Viele der Leihgaben stammen aus den USA, etwa vom Museum of Modern Art (New York), dem Philadelphia Art Museum und aus Privatsammlungen. Die Vorbereitung der Schau über den Bauhauskünstler dauerte etwa zwei Jahre. «Es ist ein Alterswerk ungewöhnlicher Qualität und Stärke», sagte Schneider. Feininger habe bis zuletzt experimentiert. Kurator Wolfgang Büche, der sich dem expressionistischen Künstler seit Jahrzehnten widmet, zeigte sich überrascht von der Komplexität des Werkes. «Es gibt "den" Feininger eigentlich nicht», sagte er. Unter den Aquarellen zum Beispiel fänden sich lineare Darstellungen ebenso wie zittrige Linien oder kindliche Zeichnungen im Stil von Paul Klee. «Bemerkenswert ist auch, dass er immer wieder auf bekannte Motive zurückkommt, wie Kirchen oder Schiffe», sagte der Kurator. Die Schau zeigt zudem, dass sich Feininger in Amerika weiter auch deutschen Landschaften widmete - aus der Erinnerung heraus und mit Hilfe seiner zahlreichen Notizen über die Natur. [Stiftung Moritzburg]: Friedemann-Bach-Platz 5, 06108 Halle Internet: www.kunstmuseum-moritzburg.de |
























































