| Akademie dokumentiert «Kunst und Revolte '89» |
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| Dienstag, 12. Mai 2009 um 06:50 Uhr | ||
Dazu gehört der Themenschwerpunkt «Kunst und Revolte '89» in beiden Häusern am Pariser Platz und am Hanseatenweg, mit dem die Künstlersozietät nach der Rolle der Künste bei den gesellschaftlichen und politischen Umbrüchen fragt, die zum Mauerfall am 9. November 1989 führten. Am 9. Oktober wird es in diesem Zusammenhang auch eine «Künstlernacht "Kunst und Revolte"» geben, kündigte der gerade wiedergewählte Akademiepräsident Klaus Staeck (71) in seiner Jahrespressekonferenz am Montag an.
Heftige Kritik an 60-Jahre-Ausstellung im Gropiusbau
In diesem Zusammenhang kritisierte Staeck die im Berliner Martin- Gropius-Bau von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnete Kunstausstellung «60 Jahre 60 Werke» zum 60-jährigen Bestehen der Bundesrepublik. Es sei eine «Frechheit», die Künstler der DDR dabei auszusparen, weil es angeblich in der DDR keine freie Kunst gegeben habe. «Das ist ein Versuch, die Geschichte zu korrigieren.» Auch sei die vom Bund getragene Künstlersozietät zu diesem «offensichtlich privat initiierten und absurden» Projekt nicht hinzugezogen worden. Ähnlich kritisch hatte sich bereits der Literaturnobelpreisträger Günter Grass auf der Frühjahrstagung der Akademie am vergangenen Wochenende geäußert. Diese «Geschichtsvergessenheit, die von einer Kanzlerin mitgetragen wird», sei nicht hinzunehmen. Die Akademie will im 20. Jahr des Mauerfalls mit einer Ausstellung auch das damalige «Theater in der Wende» zeigen, ein «Filmkabinett» präsentiert Filme zur deutschen Teilung und aus der DDR. Außerdem wird auf der interaktiven Präsentation «Akademiestreit» (über www.adk.de) noch einmal die seinerzeit heftig umstrittene Vereinigung beider Berliner Künstlerakademien zwischen 1989 und 1993 mit ihren damaligen Präsidenten Walter Jens (West) und Heiner Müller (Ost) beleuchtet. Staeck und sein Programmbeauftragter Johannes Odenthal kündigten am Montag auch eine weitere Internationalisierung der vom Bund getragenen Künstlersozietät an. Geplant ist unter anderem ein Ausstellungsprojekt zeitgenössischer Künstler aus der Türkei zur 20- jährigen Städtepartnerschaft zwischen Istanbul und Berlin. Den Ausstellungsauftakt 2010 macht im Januar am Pariser Platz die Schau «Korrekt und anarchisch - George Grosz - ein Berlin». Der Zustrom wichtiger Künstlerarchive für die Berliner Akademie hält an. Laut Archivdirektor Wolfgang Trautwein ist die Kapazität im vergangenen Jahr um ein Drittel gewachsen, «von acht auf zwölf Regalkilometer». Allein 2008 waren es 37 neue Archive oder Sammlungen, unter anderem von Egon Monk, Kurt Hübner und Johann Kresnik. Das Archiv Wolfgang Hilbigs soll im Herbst folgen, im Februar 2010 ist die Eröffnung des Adorno-Archivs geplant. Internet: www.adk.de |
























































