| Soziologe hält Stärkung der Kultur für notwendig |
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| Freitag, 15. Mai 2009 um 07:29 Uhr | ||
Kultur
«Gerade für Sachsen könnte es ein wichtiger Faktor sein, aus der Kultur etwas zu machen», sagte der Professor am Institut für Soziologie der TU Dresden am Donnerstag am Rande einer Internationalen Tagung der Deutschen Presse-Agentur dpa in der Elbestadt. Bis zum Freitag wollen Politiker, Wissenschaftler und Praktiker konkrete Handlungsansätze für die kulturpolitischen Konsequenzen der zu erwartenden Bevölkerungsentwicklung im Freistaat diskutieren. Veranstalter sind die Kulturstiftung Sachsen und das Deutsche Hygiene-Museum Dresden. «Kultur ist nicht nur Leuchtturmkultur, wie manchmal Politiker gern meinen, sondern zuerst Grundversorgung», so Rehberg. Man müsse sich aber klarwerden, was die prognostizierte Verschiebung von Stadt und Land, die 2050, 2070 dramatisch sein werde im Osten, für die kulturellen Angebote bedeute. «Es wird bestimmte Angebote mehr in virtueller Form wie heute schon bei Bibliotheken geben müssen.» Vervielfältigung sei notwendig und «geradezu unumgehbar». Es bedürfe eines generationsspezifischen Angebots in allen Kultureinrichtungen, auf allen Ebenen, nicht nur in der Hochkultur, den Museen oder der Oper. Standardprogramme reichten nicht mehr. «Durch das Älterwerden ist eine wachsende Nachfrage nach kulturellen Angebotsformen selbst vorgezeichnet», sagte Rehberg unter Verweis auf den Zulauf an Senioren-Unis oder des Anteils Älterer am Bildungstourismus. «Kultur bleibt eine der wichtigsten Aufgaben.» Denn künftig habe die Mehrheit der Bevölkerung Zeit, sei frei vom Berufsalltag und habe erhebliches Interesse an Unterhaltung und Bildung. Andererseits brauche es neben dem Ausbau der Kulturangebote für Ältere Investitionen in die Kulturvermittlung für junge Menschen, die eine andere Sicht von Kultur hätten. «Je mehr Menschen keine Eingewöhnung in diese Kulturangebote haben, desto weniger werden sie nutzen», sagte Rehberg. Insgesamt müsse die Qualifikation einer schrumpfenden Bevölkerung, die höhere Einwanderungszahlen haben werde und brauche, für die Kultur steigen. |
























































