994VD7Q3Z85H


Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

artefacti® wird zur Marke


artefacti® wird zur eingetragenen Marke. Mit Wirkung zum 02.06.2008 ist die Wortmarke artefacti® in das Register des Deutschen Patent- und Markenamtes unter den Aktenzeichen 30 2008 005 456.5 / 16 eingetragen worden. Unter der Wortmarke wird die abstrakte Kunst des Künstlers Michael Külbel als auch die Veranstaltung von Ausstellungen geschützt.



Zufallsbild aus meinem Shop

Unseren Feed abonnieren!

Kunst & Kultur

social bookmarks





Deutsches Gedächtnis ruht im Bergwerksstollen PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Mai 2009 um 07:52 Uhr

Share

Dokumente, Kulturgut


400 Meter unter der Erde befindet sich das größte Langzeitarchiv Europas. In einem ehemaligen Bergwerksstollen bei Oberried lagern 902 Millionen auf Mikrofilm gebannte Kopien historischer Dokumente. Sicher verpackt in 1430 luftdicht gesicherten Edelstahlfässern. Am Donnerstag ist das Archiv, das den Schutz der «Haager Konvention» genießt, um 50 Fässer und somit 32 Millionen Aufnahmen erweitert worden.

«Die deutsche Geschichte ruht in diesem Stollen. Derart sicher, dass sie der Nachwelt erhalten bleibt», sagt Martin Luchterhandt. Der 46 Jahre alte Oberarchivrat ist verantwortlich für das Einlagern der Mikrofilme, die deutsches Kulturgut abbilden. Die «unter Tage» gelagerten Aufnahmen zeigen Dokumente, die im Original in deutschen Archiven verwahrt werden. Das Ziel: Sollten Unikate zerstört werden, bleiben zumindest die Kopien der Nachwelt erhalten.

«Wir hüten einen Schatz mit immensem Wert», sagt Luchterhandt. Im Stollen gelagert werden Dokumente, die «eine hohe nationale oder kulturhistorische Bedeutung» haben. Zu ihnen zählen die Krönungsurkunde Otto des Großen aus dem Jahr 936, der Vertragstext des Westfälischen Friedens (1648), Handschriften des Komponisten Johann Sebastian Bach sowie die Baupläne des Kölner Doms.

Auch die älteste Urkunde Bayerns ist dabei. Sie stammt aus dem Jahr 794. Jüngere Geschichte wird ebenfalls dokumentiert. So liegen Kopien der Baupläne für die in den 1970er und -80er Jahren stark umstrittene Startbahn West des Frankfurter Flughafens im Stollen.

Insgesamt lagern im Schauinsland mehr als 27 000 Kilometer Mikrofilme. In den Gängen des früheren Silberbergwerksstollen sind sie vor Zerstörung durch Krieg, Unwetter, Unglücke oder Sabotage sicher. Die großen Edelstahlfässer, in denen die Filme untergebracht werden, sind hermetisch abgeschlossen. Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Stollen sind stets gleichbleibend. «Wärmer oder kälter als 10 Grad wird es hier nie», sagt Diplom- Ingenieur Dietrich Hofmaier. Der 74-Jährige hat das Archiv aufgebaut. Er organisiert seit den 60er Jahren bis heute das Abfotografieren der historischen Dokumente. «Die Filme können im Stollen mindestens 500 Jahre überdauern», sagt Hofmaier. «Vermutlich sogar 1000 Jahre.» Jedes Jahr stellt die Bundesregierung für die sogenannte Sicherungsverfilmung von Archivgut drei Millionen Euro bereit.

Weil die «Haager Konvention» den Stollen schützt, gilt höchste Sicherheitsstufe. Das ist einmalig in Deutschland und weltweit eine Ausnahme. Nur noch der Vatikan und das Reichsmuseum in Amsterdam genießen einen ähnlichen Schutz. Militärflugzeuge dürfen den Stollen nicht überfliegen, Militärtransporte sind in einem Umkreis von drei Kilometern tabu. Zugang zum Stollen haben nur wenige. Besuchern bleibt die Tür zum unterirdischen Archiv verschlossen.

Der Stollen, der von stabilem Granitstein umschlossen ist, gilt als einsturzsicher. Zudem bietet er genügend Raum. Nach derzeitigen Planungen reicht der Platz noch bis zum Jahr 2015. Danach können Seitenstollen genutzt werden. Geplant ist, künftig nicht nur Dokumente aus Archiven, sondern auch aus bedeutenden Bibliotheken zu lagern. Anlass für diese Überlegung war der Brand in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar im September 2004, der wertvolles Kulturgut beschädigte.

1975 wurde der Stollen im Schwarzwald-Berg zum zentralen Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland. «Den Gründern ging es darum, deutsches Kulturgut vor der Zerstörung durch Kriege und Naturkatastrophen zu bewahren», sagt Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), das das Archiv betriebt. Fast 35 Jahre ruhten die Dokumente, ohne dass sie nachgefragt wurden. Der Einsturz des Kölner Stadtarchivs Anfang März dieses Jahres änderte dies erstmals.

«Das Ereignis in Köln hat deutlich gemacht, wie wichtig der Schutz von Kulturgütern auch in Friedenszeiten sein kann», sagt Unger. 6369 Filme aus Köln sind im Stollen eingelagert, das sind rund 10 Millionen Einzelaufnahmen. «Somit bleibt zumindest ein Teil des Kölner Archivbestands für künftige wissenschaftliche Zwecke nutzbar und dem kollektiven, menschlichen Kulturgedächtnis erhalten.»


Archivierung und Sicherung von Kulturgut


Oberried (dpa) - Seit 1961 werden in Deutschland Aktenstücke und Urkunden aus Staats- und Landesarchiven auf Mikrofilm aufgenommen. Grundlage für die sogenannte Sicherungsverfilmung von Archivgut ist die «Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten», die vor genau 55 Jahren in Kraft trat. Deutschland und rund 100 weitere Staaten haben sie ratifiziert.

Schon in Friedenszeiten verpflichten sich die Unterzeichner, «die Sicherung des Kulturguts auf ihrem Gebiet gegen die absehbaren Folgen eines bewaffneten Konflikts vorzubereiten, indem sie alle Maßnahmen treffen, die sie für geeignet erachten». Das Ziel: Die Kopien werden sicher gelagert, damit sie bewaffnete Konflikte und Naturkatastrophen überdauern. Sollten die Originale zerstört werden, treten die Kopien an die Stelle des originalen Archivguts.

Seit 1975 werden die Filme zentral im Stollen des Schwarzwald- Bergs Schauinsland bei Oberried eingelagert. Im Sommer 2004, zum 50- jährigen Bestehen der «Haager Konvention», wurde das Archiv um die Werke von 50 zeitgenössischen Künstlern erweitert. Sie sollen für 1500 Jahre in den Stahlfässern lagern und erst im Jahr 3504 der Öffentlichkeit präsentiert werden. Um was für Werke es sich handelt, bleibt bis dahin geheim. Nur die Künstler wissen, was sie in die Edelstahlfässer gesteckt haben.

Internet: www.bbk.bund.de



Kommentare (0)
Kommentar schreiben
Ihre Kontaktdetails:
Kommentare:
[b] [i] [u] [url] [quote] [code] [img]   
:D:angry::angry-red::evil::idea::love::x:no-comments::ooo::pirate::?::(
:sleep::););)):0
Security
Bitte geben Sie den Anti-Spam-Code aus diesem Bild ein.