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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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50 Jahre Guggenheim mit Frank-Lloyd-Wright-Show PDF Drucken E-Mail
Samstag, 16. Mai 2009 um 08:10 Uhr

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Guggenheim, New York


In der am Freitag eröffneten Show sind mehr als 200 Originalzeichnungen des ebenso visionären wie umstrittenen Baumeisters zu sehen, viele davon werden erstmals öffentlich gezeigt. Daneben gibt es Modelle, Video- Animationen und Fotos seiner Bauten. «Es ist das erste Mal, dass wir eine so große Frank-Lloyd-Wright-Ausstellung in seinem eigenen Meisterwerk machen können», sagte Guggenheim-Direktor Richard Armstrong anlässlich der Eröffnung.

Das Guggenheim-Museum am Central Park von New York gehört mit seiner offenen Rotunde und der spiralförmig aufstrebenden Besucherrampe zu den ungewöhnlichsten Museumsbauten der Welt. Wright hat es im Auftrag des US-Industriellen Solomon R. Guggenheim und der jungen deutschen Künstlerin Hilla Rebay entworfen. Wegen zahlreicher Probleme und Widerstände dauerte es 15 Jahre von den ersten Entwürfen bis zur Eröffnung am 21. Oktober 1959. Wright erlebte die Einweihung nicht mehr - er war ein halbes Jahr zuvor gestorben.

Die Ausstellung zum Jubiläums-Jahr ist bis zum 23. August in New York zu sehen. Von 6. Oktober 2009 bis zum Februar 2010 soll sie im Guggenheim-Museum im spanischen Bilbao gezeigt werden.


Das Guggenheim wird 50 - Ausstellung für Schöpfer

Von Nada Weigelt, dpa


New York (dpa) - Der amerikanische Stararchitekt Frank Lloyd Wright war schon ein halbes Jahr tot, als sein Meisterwerk - das Guggenheim-Museum in New York - eröffnet wurde. Dieses Jahr feiert der spektakuläre Museumsbau seinen 50. Geburtstag und eröffnete dazu am Freitag eine Ausstellung zu Ehren seines großen Baumeisters.

Mehr als 200 Originalzeichnungen des ebenso visionären wie umstrittenen Architekten sind zu sehen, viele davon werden erstmals öffentlich gezeigt. Daneben gibt es Modelle, Video-Animationen und Fotos seiner Bauten. «Die Ausstellung dokumentiert, wie Architektur unsere Lebensweise beeinflusst und die Art, wie wir Kunst erfahren», sagte Guggenheim-Direktor Richard Armstrong.

«Frank Lloyd Wright: Vom Inneren nach Außen» heißt die Schau, und greift damit eine zentrale Idee von Wrights Bauweise auf. Der Zweck des Gebäudes, das Leben in ihm, soll die äußere Form bestimmen - und nicht umgekehrt. Das Guggenheim-Museum am Central Park von New York gilt mit seiner spiralförmig aufstrebenden Besucherrampe als Sinnbild für den Leitsatz: Der Betrachter kann sich die Kunst bei der Rundwanderung selbst erschließen.

Wright hatte den Auftrag für das Museum 1943 von dem amerikanischen Industriellen Solomon R. Guggenheim und dessen Beraterin, der deutschen Künstlerin Hilla Rebay, bekommen. «Ich brauche einen Kämpfer, einen Liebhaber des Raumes, einen Agitator, einen Prüfer und weisen Mann», schrieb Rebay dem Architekten. «Ich möchte einen Tempel des Geistes, ein Monument.»

Trotz der hochfliegenden Pläne dauerte es 15 Jahre und 700 Entwürfe, bis «Das Guggenheim» am 21. Oktober 1959 seine Einweihung feiern konnte. Kleinkrämerischer Streit, die Inflation und eine Blockade der Baubehörde hatten das Projekt immer wieder verzögert.

Und auch nach der Fertigstellung hörte die Debatte nicht auf. Kritiker monierten, der Bau stehle der Kunst die Schau. «Ein Krieg zwischen Architektur und Malerei, aus dem beide beschädigt hervorgehen», befand etwa der Kunstexperte der «New York Times». Der US-Architekt Philip Johnson jubelte dagegen: «Wrights großartigstes Gebäude. New Yorks großartigstes Gebäude. Einer der großartigsten Räume des 20. Jahrhunderts.»

Die New Yorker haben sich mit dem schneckenförmigen Bau an ihrer Edelmeile Fifth Avenue längst angefreundet. 2008 erklärte die Regierung in Washington das Haus nach vierjähriger Renovierung zu einem nationalen historischen Denkmal. Und auch auf der US-Vorschlagsliste für das Weltkulturerbe der UNESCO findet sich das Guggenheim wieder.

Die Ausstellung zu Ehren seines Schöpfers zeigt die künstlerische Entwicklung Wrights in einer chronologischen Reihenfolge - von seinen sogenannten Prärie-Häusern, die ein bezahlbares und naturnahes Leben ermöglichen sollten, bis hin zu seinen utopischen Visionen für ein neues, demokratisches und freies Amerika. «Wenn ich noch 15 Jahre Zeit hätte, könnte ich dieses ganze Land neu bauen. Ich könnte das Volk ändern», sagte er kurz vor seinem Tod.

Die Ausstellung zum Jubiläums-Jahr ist bis zum 23. August in New York zu sehen. Von 6. Oktober 2009 bis zum Februar 2010 soll sie im Guggenheim-Museum im spanischen Bilbao gezeigt werden.

Internet: www.guggenheim.org



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