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Sonntag, 17. Mai 2009 um 10:46 Uhr |
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Museen, Mitarbeiter
Zum 32. Internationalen Museumstag an diesem Sonntag teilte der Museumsverband mit, dass selbst etablierte Einrichtungen «minimal» mit hauptamtlichen Mitarbeitern besetzt seien. Diese Missstände sollen nicht mehr länger hingenommen werden, wie die Geschäftsführerin des Verbandes, Susanne Köstering, in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa ankündigte. «Wir arbeiten an einem Konzept zu dem Thema, das wir im Sommer vorlegen wollen.» Darin würden Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Situation präsentiert.
Dem Verband zufolge gibt es rund 400 Museen in Brandenburg. Allein in den vergangenen zehn Jahren seien 50 neue Häuser eröffnet worden. Aber: Zu verdanken sei dies vor allem ehrenamtlichem Engagement. «Mehr als die Hälfte aller Museen hat keine hauptamtlichen Mitarbeiter», betonte Köstering. Zahlreiche anfallende Arbeiten würden von ehrenamtlich Tätigen oder «Ein-Euro-Jobbern» erledigt. Im Agrarmuseum Wandlitz (Barnim) gibt es nach Angaben von Leiterin Christine Papendieck vier fest angestellte Mitarbeiter. «Je nach Bedarf nutzen wir auch die Hilfe von fünf bis sechs ehrenamtlich tätigen Männern und Frauen», sagte sie. Für die landwirtschaftlichen Geräte sei ein zusätzlicher technischer Mitarbeiter wünschenswert. «Im Zuge des geplanten Neubaus unseres Museums hoffen wir, noch weitere Mitarbeiter zu bekommen.»
Optimistischer zeigte sich dagegen die Leiterin des Brandenburgischen Textilmuseums in Forst (Spree-Neiße), Michaela Zuber. Das Haus habe fünf eigene Mitarbeiter, weitere vier Kräfte würden über Kombilöhne finanziert. «Wir schaffen unsere Arbeit.» Es könnten sogar für Kinder museumspädagogische Angebote gemacht werden. Für Dienste an Wochenenden werde auf Mitglieder des Museumsvereins gesetzt.
Angesichts fehlenden Personals können Ausstellungshäuser mit großen Sammlungen häufig nicht so arbeiten wie sie es sich wünschen. «Bei anstehenden Entscheidungen in den Museen versuchen Land und Museumsverband darauf hinzuwirken, dass auf die Auswahl von qualifiziertem Personal geachtet wird», sagte eine Sprecherin des Kulturministeriums. Mit mehr als einer halben Million Euro habe das Land im Jahr 2008 den Museumsverband und 27 Museumsprojekte unterstützt. «Bei den Museen in kommunaler oder freier Trägerschaft wirkt sich die angespannte Haushaltslage der Kommunen und Landkreise häufig hemmend auf die weitere Profilierung der Museen aus.»
Durch eine neue Richtlinie gebe es jetzt aber zusätzliche Fördermöglichkeiten. Einige Museen setzten der Misere eine stärkere Zusammenarbeit entgegen, sagte die Sprecherin. Dies werde aus landespolitischer Sicht «ausdrücklich unterstützt». In Jüterbog (Teltow-Fläming), Luckau (Dahme-Spreewald) und Prenzlau (Uckermark) seien bereits Kulturzentren entstanden oder geplant, um Aufgaben zu bündeln.
Umfrage: Leticia Witte, dpa
(Internet: www.museen-brandenburg.de; www.mwfk.brandenburg.de)
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