| Ehrenamtliche werden für Museen immer wichtiger |
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| Sonntag, 17. Mai 2009 um 18:13 Uhr | ||
Es engagieren sich immer mehr freiwillige Helfer, um verkürzte Öffnungszeiten zu vermeiden oder Veranstaltungen und Ausstellungen vorzubereiten, wie eine Umfrage der Deutschen Presse- Agentur dpa anlässlich des Internationalen Museumstages an diesem Sonntag ergab. Das Winckelmann-Museum im Stendal kann das angeschlossene Kindermuseum oftmals nur öffnen, weil Ehrenamtliche bei der Betreuung der kleinen Besucher helfen. «Wenn Gruppen kommen oder wir an den Wochenenden Veranstaltungen haben, unterstützen uns Mitglieder der Winckelmann-Gesellschaft», sagte eine Sprecherin. Die Gesellschaft ist Träger des Museums. Das Landesfeuerwehrmuseum in Stendal würde es ohne das Ehrenamt gar nicht geben. «Wir bekommen keine Fördermittel, finanzieren uns ausschließlich über die Eintrittsgelder», sagte Leiter Michael Schneider. Träger des Museums, das das Kulturgut der Feuerwehr bewahrt, ist der Verein Feuerwehrhistorik Stendal. Schneider zufolge helfen die Mitglieder, machen Führungen, restaurieren und reparieren. «Uns geht es sehr gut, die Besucher kommen und wenn die landesweite Vermarktung noch besser klappen würde, wären wir sehr zufrieden», sagte der Hauptbrandmeister. Auch im Technikmuseum Magdeburg hat das Ehrenamt einen hohen Stellenwert. «Das hat oberste Priorität», sagte Museumsleiter Gerhard Unger. Weil die Ehrenamtler jedoch immer älter würden, sei die Realisierung zunehmend schwieriger. «Wir bemühen uns um Unterstützung über den zweiten Arbeitsmarkt», sagte Unger. «Das bedeutet aber eine zeitintensive Einarbeitung der neuen Mitarbeiter.» Im vergangenen Jahr besuchten rund 10 500 Menschen das Technikmuseum. Die allgemeine Lage bezeichnet Unger als schlecht. - «Weil im Kulturbereich der Rotstift und nicht das Schaffen regiert.» Noch mehr Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer wünscht sich Christian Juranek, Geschäftsführer des Schlosses Wernigerode: «Wir würden uns über Freiwillige freuen, die Spaß am gärtnern haben, fremdsprachige Führungen machen oder Aufsichtsperson sein wollen.» Die 27 Angestellten im Schloss werden derzeit von einer Hand voll Ehrenamtliche unterstützt. Das Schloss Wernigerode zählt mit jährlich rund 180 000 Besuchern zu den touristischen Höhepunkten im Land. «Den 225 Museen im Land geht es immer so gut oder schlecht wie ihren Trägern», sagte die Geschäftsführerin des Landesmuseumsverbandes, Susanne Kopp-Sievers. «Das hat natürlich Auswirkungen auf den Einsatz von Ehrenamtlichen.» Da oft als erstes am Personal gespart werde, seien freiwillige Helfer eine Möglichkeit, die funktioniert. «Wenn der Träger ein Verein ist, fühlen sich die Mitglieder sowieso verpflichtet», sagte Kopp-Sievers. «Diesen Menschen kann man gar nicht genug danken.» Nach Verbandsangaben besuchen durchschnittlich 2,6 Millionen Menschen pro Jahr die Museen in Sachsen-Anhalt. Der 32. Internationale Museumstag steht in diesem Jahr unter dem Motto «Museen und Tourismus». Internet: www.mv-sachsen-anhalt.de |
























































