| Jean Dubuffet in Wuppertaler Skulpturenpark |
|
|
|
| Sonntag, 17. Mai 2009 um 18:14 Uhr | ||
Alle gezeigten Arbeiten des französischen «Art Brut»-Begründers (1901-1985) sind «Modelle» für begehbare Monumentalskulpturen. Sie stammen aus der etwa 100 Bildhauer-Entwürfe umfassenden «Maquetten-Sammlung» im Bestand der Dubuffet-Stiftung in Paris. Die plastischen Werke Dubuffets seien körperlich wie gedanklich «Parallelwelten zum Eintauchen», sagt der britische Bildhauer und «Waldfrieden»-Gründer Tony Cragg am Samstag in Wuppertal. Der vor allem als Maler der von ihm begründeten «groben Kunst» bekannte Dubuffet habe gegen Ende der 1960er Jahre mit dem leichten Styropor ein Material entdeckt, das die «überkommene Bildhauer- Ästhetik aus Schweiß treibender Arbeit» nicht braucht, begründete Cragg. «Das ist eine Befreiung, die fast historische Bedeutung hat.» Aus dem ungewöhnlichen Material habe der Franzose «irrsinnig freie, verrückte und freche Formen» geschaffen. Sie stehen für die mit dem Fantasienamen «L'Hourloupe» bezeichnete Spätphase im Werk Dubuffets. Charakteristisch sind zellenartig gepuzzelte Strukturen, bemalt mit Schwarz, Weiß, Rot und Blau. In ihrer monumentalen Ausführung füllen die Skulpturen Dubuffets «ganze Umgebungen», beschreibt Cragg, der gerade zum Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie gewählt worden ist. Vorstellbar sind diese nur zum Teil ausgeführten Modelle, die wie ein «Musterbuch» Dubuffets den Park füllen, auch im kleinen Maßstab. Das ist etwa das gemütlich-kuriose «Zimmer mit Bett unter Baum». Im Jahr 1970 hat sich der Künstler mit dem knubblig-organischen Gehäuse ein ebenso funktionelles wie surreales Zuhause entworfen. Zu sehen ist das Modell zu den «Vier Bäumen» aus dem Jahr 1970, das als erstes Großformat verwirklicht worden ist: Im Auftrag der Rockefellers ziert es heute den Platz vor einer Bank in Manhattan. Es gibt Skulpturen, die an Menschen-Gruppen erinnern wie das «Monument mit Phantom» oder architektonische Werke wie das verschachtelte «Schloss», den fragilen «Kiosk» oder das blockartige «Kastellchen l'Hourloupe». Internet: www.skulpturenpark-waldfrieden.de |
























































