| Zentraldepot für Kunst und Archäologie geplant |
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| Donnerstag, 21. Mai 2009 um 09:55 Uhr | ||
Werkstätten, Museum
Dazu sind neue Depots und Werkstätten in der Johannes-Stelling-Straße geplant, wie das Bildungsministerium am Mittwoch mitteilte. Auch Ausstellungsmöglichkeiten für das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege seien dort vorgesehen. Ein ursprünglich geplanter Anbau an das Staatliche Museum im Stadtzentrum, der neben Depots und Werkstätten auch Veranstaltungsräume aufnehmen sollte, ist damit vom Tisch. Kritik an den Plänen für Mecklenburg-Vorpommerns bedeutendstes Kunstmuseum kam von der FDP im Landtag und Unterstützern des Museums. Im Staatlichen Museum sollen dem Konzept des Bildungsministeriums zufolge Räume im Untergeschoss, die derzeit als Depot genutzt werden, für zusätzliche Ausstellungsflächen und Gästebewirtung saniert und erweitert werden. «Das neue Konzept für das Staatliche Museum wurde bei den nun laufenden Haushaltsverhandlungen als so überzeugend angesehen, dass das Gesamtvolumen von rund 8,9 Millionen in zwei Tranchen geplant werden wird», erklärte Minister Henry Tesch (CDU). Zunächst soll es rund sechs Millionen Euro für Depots und Werkstätten in der Stellingstraße geben und später 2,5 bis drei Millionen Euro für die Arbeiten im Museum. Für letzteres gebe es jedoch noch keine zeitliche Einordnung. Das Schweriner Museum kann mangels Platz den größten Teil seiner Bestände nicht zeigen. Veranstaltungen finden oft in den Museumssälen statt, was von Experten als bedenklich für die Alte Kunst angesehen wird. Für den Erhalt der Gemälde aus früheren Jahrhunderten sind konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit wichtig. Ein Museumsanbau wäre dem Minister zufolge ein «empfindlicher Eingriff in das bauliche Ensemble rund um das Schweriner Schloss» gewesen. Die Entscheidung dagegen müsse auch vor dem Hintergrund der Bewerbung des Schlossensembles um die Aufnahme in das Weltkulturerbe gesehen werden. Für den Anbau hatte ein Förderverein bereits 130 000 Euro gesammelt. Nach Bekanntwerden der Ministeriumspläne löste sich der Verein auf. Der kulturpolitische Sprecher der FDP im Landtag, Hans Kreher, erklärte: «Um Gutes für das Landesamt für Archäologie und Denkmalpflege zu tun, wird von Minister Tesch Schaden für das Staatliche Museum Schwerin angerichtet.» Sowohl der lange geplante Anbau für das Staatliche Museum als auch die Archäologie-Depots und - Werkstätten «hätten durch geschicktes Krisenmanagement realisiert werden können», meinte er. Es sei nicht einmal der Versuch unternommen worden, rechtzeitig mit allen Beteiligten eine Lösung zu suchen. Depots und Werkstätten für archäologische Fundstücke werden spätestens seit dem Zerfall der Stralsunder Steinzeit-Einbäume in Schwerin als vordringlich angesehen. |
























































