| Brüssel feiert Magritte mit neuem Museum |
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| Freitag, 22. Mai 2009 um 07:46 Uhr | ||
Magritte
Gut 40 Jahre nach seinem Tod wurde das neue Haus am Mittwoch im Beisein des belgischen Königs Albert II. und Königin Paola eröffnet. Es ist mit rund 250 Werken die weltweit größte Sammlung mit Bildern des Künstlers (1898-1967) und wird vom 2. Juni an für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Es werden bis zu 600 000 Besucher pro Jahr erwartet. Das dreistöckige Palais Altenloh aus dem 18. Jahrhundert an der historischen Place Royale im Herzen der belgischen Hauptstadt zeigt auch zahlreiche Dokumente zu Leben und Werk des Künstlers. Neben den Gemälden Magrittes aus allen Schaffensperioden werden zudem wenig bekannte Arbeiten des Werbegrafikers und Fotografen Magritte ausgestellt. Das Museum hat eine Fläche von 2500 Quadratmetern auf fünf Ebenen, zwei davon unterirdisch. Die Vorbereitung des Projekts dauerte zehn Jahre. Der Staat ging zur Finanzierung ein beispielloses Bündnis mit dem französisch-belgischen Energiekonzern GDF Suez ein. Die Gruppe brachte 6,5 Millionen Euro für die Renovierung und Innenausstattung auf. Spötter nennen den neuen Kunsttempel bereits «Magritte-Suez». Der Besuch beginnt im dritten Stock, wo unter dem Motto «Die Eroberung des Surrealismus» die ersten Werke des bekanntesten belgischen Malers gezeigt werden. Die erste Etage ist den Meisterwerken vorbehalten, darunter «L'Oiseau de Ciel» (Himmelsvogel), das eine Taube vor einem blauem Himmel zeigt. Ein anderer Publikumsmagnet ist das Bild «L'empire des lumières» (Das Reich der Lichter). Magritte kontrastiert dort eine nächtliche Landschaft mit einem Haus, einer Laterne und Bäumen mit einem taghellen Himmel. Der Künstler sagte einmal, er wolle mit diesen Gegensätzen überraschen und bezaubern. Die Werke im Magritte-Museum stammen aus dem unmittelbar benachbarten Museum der Schönen Künste und aus den Nachlässen von Irène Hamoir Scutenaire und Georgette Magritte. Magritte ist in Belgien ein Nationalheiliger und gehört zu Brüssel wie das Atomium und das Nationalgericht Muscheln und pommes frites. Hätte ihm das neue, prächtige Museum unweit des Königspalastes gefallen?, fragen sich die Hauptstädter. Zweifel sind angebracht. «Verwechseln wir nicht Kunst mit Kommerz», schrieb Magritte 1948 an seinen New Yorker Kunsthändler Alexandre Iolas. Internet: www.musee-magritte-museum.be
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