| Maler Heisig: «DDR war eindeutig eine Diktatur» |
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| Montag, 25. Mai 2009 um 22:41 Uhr | ||
Heisig
Wer die Frage stelle, «hat das Wesen der DDR nicht begriffen», sagte Heisig in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Unabhängig davon halte er die weitgehende Ausgrenzung von DDR-Malern in der umstrittenen Ausstellung «60 Jahre. 60 Werke» im Berliner Martin-Gropius-Bau für einen «unverschämten Blödsinn», sagte Heisig. Die Künstler im Osten hätten das nicht verdient. «Ich verstehe auch nicht, wie sich Angela Merkel als Ostdeutsche an der Würdigung dieser Ausstellung beteiligen konnte.» Die Vorstellung, Kunst könne nur in Freiheit gedeihen, sei sowieso falsch. Kunst sei auch immer schon «unter schwierigsten politischen Bedingungen entstanden, im Widerstand, im Protest.» Auf die Frage, ob im Osten bessere Kunst geschaffen worden sei, meinte Heisig: «Nein. Aber auch keine schlechtere. Günter Grass meinte einmal, im Osten sei deutscher gemalt worden. Das fand ich zutreffend.» Heisig nimmt in dem Gespräch auch zu seiner früheren SS- Zugehörigkeit als Jugendlicher Stellung. Er sei in der Division «Hitlerjugend» gewesen. «Aber ich war doch erst 16, 17 Jahre alt, ich wusste nicht, was das ist. Die Tragweite war mir nicht klar.» Die Sache sei 1981 anlässlich eine Ausstellung in Frankreich publik geworden. Vorher sei es nie ein Thema gewesen. «Als meine Zugehörigkeit öffentlich wurde, war das nicht sehr schön für mich.» |
























































