| Große Staeck-Retrospektive in Berlin |
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| Mittwoch, 27. Mai 2009 um 05:32 Uhr | ||
Berlin/Heidelberg (dpa/lsw) - Die Berlinische Galerie widmet von diesem Freitag an dem Heidelberger Politgrafiker und Plakatkünstler Klaus Staeck eine große Retrospektive. Unter dem Motto «Staeck plakatiert die Stadt» bringt der 71-jährige Präsident der Berliner Akademie der Künste, der gerade für eine weitere Amtszeit wiedergewählt wurde, bereits am Donnerstag eines seiner Großplakate am Stuttgarter Platz in der Hauptstadt an. Die bis zum 31. August zu sehende Ausstellung in der Berlinischen Galerie mit dem Titel «Schöne Aussichten» umfasst neben den Plakaten auch Installationen sowie eine Auswahl aus dem fotografischen Werk des Künstlers sowie eine große Anzahl meist unbekannter Collagen. Staeck habe seit Jahrzehnten die gesellschaftspolitischen Debatten und Auseinandersetzungen in der Bundesrepublik maßgeblich mitgeprägt, betonte die Berlinische Galerie in ihrer Ankündigung zu der Ausstellung, zu der parallel auch die Schau «John Heartfield: Zeitausschnitte, Fotomontagen 1918-1938» gezeigt wird. «Spott, Satire, Ironie seines Sprach- und Bildwitzes sorgen auch heute noch für einen klaren Kopf», betonte die Galerie zu Staecks Arbeiten. Die Berlinische Galerie sei mit ihrer weltweit wohl größten Sammlung zum politisierten Berliner Dadaismus der 20er Jahre «das kongeniale geistige und künstlerische Umfeld für die Arbeit von Klaus Staeck». Zu Staecks berühmtesten Werken gehören Plakate wie «Deutsche Arbeiter, die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen!» oder «Ein Volk, das solche Boxer, Fußballer, Rennfahrer und Tennisspieler hat, kann auf seine Universitäten ruhig verzichten». Gerne verweist der Heidelberger Grafiker heute auch auf sein elf Jahre altes Plakat mit dem Text: «Wir machen mit Ihrem Geld, was wir wollen - German Bankers Club». Anlässlich seiner Wiederwahl zum Akademiepräsidenten in Berlin hatte Staeck ein «tatkräftiges Einmischen» der Künstler «auch in den kommenden gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen» angekündigt. (Internet: www.berlinischegalerie.de) |
























































