| Abriss und Neubau für Landesmuseum in Münster |
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| Mittwoch, 27. Mai 2009 um 05:34 Uhr | ||
Münster (dpa/lnw) - Der Bagger hat die Fassade des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Münster bereits nach wenigen Stunden zu einer Ruine gemacht. Am Dienstag hat der Abriss des erst 1972 errichteten Gebäudes begonnen. Nach jahrelanger Planung wird der Großteil des Kunsthauses abgerissen und neu gebaut. 48 Millionen Euro kostet das Projekt. Lediglich der gut 100 Jahre alte Kern des Museums bleibt stehen. Vom 23. August an wird dieser denkmalgeschützte Trakt schon wieder zu einem kleinen Schauraum für die Glanzstücke der Sammlung, darunter Bilder von Franz Marc und August Macke. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als Träger des Museums übernimmt mit 39 Millionen Euro den größten Anteil der Kosten, das Land Nordrhein-Westfalen gibt weitere 9 Millionen. «Es ist eine Vermögensumschichtung von Aktien in Kultur», betonte LWL- Direktor Wolfgang Kirsch auf der Baustelle. Der Kommunalverband hat ein dickes Aktienpaket an einem Energieunternehmen verkauft, um das Projekt ohne Schulden zu stemmen. 2008 strömten im 100. Jahr des Bestehens rund 150 000 Besucher in das Museum im Zentrum von Münster. Schwerpunkte sind die Klassische Moderne etwa mit Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff sowie Kunst aus dem Mittelalter. 300 000 Objekte - von winzigen Münzen bis zu tonnenschweren Skulpturen - kommen für die Bauzeit in Depots. Die Gemälde bleiben dagegen im Altbau des Museums. Das imposante Treppenhaus dient als klimatisiertes Lager für die Leinwände. In den kommenden drei Jahren entsteht nach dem Entwurf des Büros Staab Architekten aus Berlin am alten Standort das Haus mit deutlich vergrößerter Ausstellungsfläche. «Wir wollen mit dem Museum in der europäischen Liga spielen und nicht in der Regionalliga», gab der Chef des Landschaftsverbandes für das Flaggschiff der 17 LWL-Museen vor. Die Entscheidung für den Abriss des 70er-Jahre-Baus fiel nach reiflicher Abwägung: Brandschutz und Klimatisierung reichten nicht mehr, ein Rundgang durch die Sammlung war nicht möglich. 2013 soll die Kunst wieder hängen im neuen LWL-Landesmuseum. |
























































