| Neumann und Zdrojewski eröffnen Schau über Deutsche und Polen |
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| Donnerstag, 28. Mai 2009 um 04:48 Uhr | ||
Berlin (dpa) - Im Deutschen Historischen Museum in Berlin ist am Mittwochabend eine Dokumentationsausstellung über die deutsch- polnischen Beziehungen in den letzten 200 Jahren eröffnet worden. An dem Festakt im Zeughaus Unter den Linden nahmen Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) und sein polnischer Amtskollege Bogdan Zdrojewski teil. Anlass der Schau ist der 70. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 mit dem deutschen Überfall auf Polen. In Ansprachen wurde die Ausstellung, die von Historikern aus beiden Ländern erarbeitet wurde, als «ein Meilenstein der Verständigung, der Zusammenarbeit und gutnachbarlichen Beziehungen» gewürdigt. Neumann erinnerte daran, dass der vom nationalsozialistischen Deutschland vor 70 Jahren ausgehende Zweite Weltkrieg unaussprechliches Leid über Polen und ganz Europa gebracht habe. «Millionen polnischer Männer, Frauen und Kinder wurden gewaltsam umgesiedelt, in Lager verschleppt, zu Zwangsarbeit gepresst und ermordet. Das Leid der unzähligen Opfer, das fast alle Familien in Polen betrifft, erschüttert uns bis heute.» Auch im 20. Jahr des Mauerfalls in Berlin stelle sich Deutschland offen und ohne Tabus auch den schmerzlichsten Kapiteln seiner Vergangenheit und der deutsch-polnischen Beziehungen. «Für uns Deutsche ist Versöhnung und Freundschaft mit Polen ein hohes Gut.» Neumann erinnerte daran, dass viele Polen, die Furchtbares erlebt hätten, nach dem Krieg Deutschland die Hand zur Versöhnung gereicht hätten. «Diese zutiefst menschliche Geste werden wir nicht vergessen.» Auch sein polnischer Amtskollege Zdrojewski erinnerte an die vielen Opfer der Gewaltherrschaft, «vor denen wir uns heute verneigen». In einem vereinten Europa stellten Toleranz, Offenheit und Vielfalt einen großen Reichtum dar. «Man muss nicht immer der gleichen Meinung sein, aber wir werden ein gemeinsames Europa aufbauen!» Der Berliner Historiker Reinhard Rürup erinnerte daran, dass Polen das Land in Europa sei, das am längsten und stärksten unter der nationalsozialistischen Eroberungs- und Rassenpolitik zu leiden gehabt habe. «Das ist zwar bekannt, gehört aber in Deutschland noch immer nicht zum Allgemeinwissen.» Die Schau mit dem Titel «Deutsche und Polen - 1.9.39 - Abgründe und Hoffnungen» zeigt etwa 750 Dokumente, Fotos, Gemälde, Skulpturen und auch private Erinnerungsstücke auf mehr als 900 Quadratmetern im Pei-Anbau und ist bis zum 6. September geöffnet. Sie dokumentiert den Krieg gegen Polen als Vernichtungskrieg gegen die polnische Bevölkerung und Kultur, seine Vorgeschichte und die epochalen Folgen. |
























































