| Ausstellung «The Making of Art» beleuchtet Kunstbetrieb |
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| Donnerstag, 28. Mai 2009 um 17:41 Uhr | ||
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Einen Blick hinter die Kulissen des Kunstbetriebs wirft die Schirn Kunsthalle in Frankfurt mit ihrer Ausstellung «The Making of Art». Gezeigt werden bis zum 30. August mehr als 150 Werke, die der Frage nachgehen, was Kunst ist und wie sie entsteht. Zu sehen sind dabei kritische Arbeiten von den frühen 1960er Jahren - etwa von Joseph Beuys - bis heute. Wie die Kunsthalle am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, soll die Werkschau zugleich mit dem Mythos des genialen Künstlers aufräumen, der einsam in seinem Atelier sitzt. Ausgestellt sind Gemälde, Zeichnungen, Installationen, Fotografien und Videos.
«Making of Art»: Bissiger Blick auf den KunstbetriebVon Christian Rupp, dpa
Frankfurt/Main (dpa) - Schuld sind wieder einmal die 1960er Jahre - jene kämpferische Zeit, die die hohe Kunst und ihre genialen Schöpfer vom Sockel stieß. Wie sich seit damals der Kunstbegriff entwickelt hat, untersucht eine Ausstellung in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt. Gezeigt werden bis zum 30. August unter dem Titel «The Making of Art» mehr als 150 Werke, die vor allem der Frage nachgehen, was Kunst heute ist und wie sie entsteht. «Wir werfen damit einen Blick hinter die Kulissen der Kunstwelt», sagt Kuratorin Martina Weinhart. Denn in letzter Zeit stieß sie nach eigener Darstellung immer häufiger auf Werke, die das «Betriebssystem Kunst» hinterfragen. Hatte der Bildhauer Joseph Beuys vor mehr als 40 Jahren noch provokant behauptet, «jeder Mensch ist ein Künstler», so steht der Künstler von heute längst nicht mehr in Opposition zur Gesellschaft. «Er ist mitten in ihr angekommen», sagt Weinhart. Von einer «Entmystifizierung des Kunstwerks» spricht sie mit Blick auf die Exponate der Schau. Viele verarbeiten, was eigentlich jeder längst weiß: Kunst ist Kommerz, und nicht selten beeinflusst das Verhältnis zwischen Künstler, Sammler, Galerist, Kurator und Kritiker den Inhalt der Arbeiten. Zu sehen sind in der umfangreichen Ausstellung Gemälde, Zeichnungen, Installationen, Fotografien und Videos aus den 1960er Jahren bis heute, die eben genau jene Ästhetik zum Thema haben. Jonathan Monk, Joseph Beuys, John Baldessari oder Andy Warhol werden gezeigt, aber auch zeitgenössische Arbeiten, die eigens für die Ausstellung geschaffen wurden. Dabei kommen die aktuellen Werke weit weniger revolutionär daher als noch in den 60ern; dafür ironischer, oft bissig, fast immer heiter gestimmt. Bestes Beispiel für das Anliegen dieser Werkschau mag wohl Jonathan Monk sein. Er greift in einer Arbeit von 2007 das Bekenntnis des Künstlers Sigmar Polke auf, der sich einst mit dem Satz «Höhere Wesen befahlen: Rechte obere Ecke schwarz malen» über den Künstler als Genie lustig machte - Monk dreht den Spieß weiter und malt in seinen Bildern die Ecken eben pink, blau und lila. |
























































