| Moderne Christus-Darstellungen in Bonn |
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| Donnerstag, 28. Mai 2009 um 17:59 Uhr | ||
Bonn (dpa) - Die Ausstellung «Christus an Rhein und Ruhr - Zur Wiederentdeckung des Sakralen in der Moderne 1910-1930» ist bis zum 13. September in Bonn zu sehen. Knapp hundert Werke von rheinischen Künstlern werden im August Macke Haus gezeigt. Das Spektrum der Darstellungen reicht von der Kreuzigung, dem Antlitz Christus bis zu Werken mit Christus und Maria. Die Schau wurde in Kooperation mit dem Institut «Moderne im Rheinland» der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf erstellt. Der Kölner Künstler Franz W. Seiwert motivierte mit seinem vor 1925 entstandenen, undatierten Glasbild «Christus im Ruhrgebiet» zum Titel.
Christus an Rhein und RuhrVon Ina vom Hofe, dpa
Bonn (dpa) - Eine ungewöhnliche Schau ist im Bonner August Macke Haus zu sehen: Christus-Darstellungen rheinischer Künstler. Knapp hundert Exponate werden präsentiert. Vertreten sind 25 Künstler aus dem 20. Jahrhundert, meist mit Gemälden und Grafiken. Die Ausstellung «Christus an Rhein und Ruhr - Zur Wiederentdeckung des Sakralen in der Moderne 1910-1930» wird bis 13. September gezeigt. Das Spektrum der Darstellungen reicht von der Kreuzigung, dem Antlitz Christus bis zu Werken mit Christus und Maria. Die Auswahl erfolgte in Kooperation mit dem Institut «Moderne im Rheinland» der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Nicht zuletzt durch eine starke katholische Tradition gab es im Rheinland ein Interesse an der sakralen und christlichen Thematik. Der Kölner Künstler Franz W. Seiwert motivierte mit seinem vor 1925 entstandenen, undatierten Glasbild «Christus im Ruhrgebiet» zum Titel der Ausstellung. Neben Seiwert sind Werke von Künstlern wie beispielsweise Will Küpper, Otto Pankok oder Otto Freundlich zu sehen. Kuratorin Prof. Gertrude Cepl-Kaufmann erklärt die Fokussierung auf die Rhein-Ruhr Region: «Die dichte Städtelandschaft, die Fülle von Museen und Universitäten und Kunstakademien in dieser Region förderten die Gemeinsamkeiten und belebten den Diskurs.» So habe sich das Rheinland im frühen 20. Jahrhundert zu einer bedeutenden Kulturregion entwickelt. Die Ausstellung zeigt neben Malerei und Grafik auch Plastiken und Keramik, Literatur und Bühnenbilder. Sie folge der Architektur des Hauses, erklärt Cepl-Kaufmann. Die Werke dieser Zeit zeigen auf drei Etagen im ehemaligen Macke-Wohnhaus Christus als Leidenden und als Retter zugleich. Im Erdgeschoss hängen Bilder und Skulpturen, auf denen Christus als Mensch und nicht mehr nur als Sohn Gottes zu sehen ist. Mit dem Porträt «Antlitz Christi» von Joseph Vorst wird das Leid Christi dargestellt. Über die zweite Etage und der Präsentation von Christus als «Gestürztem» von Wilhelm Lehmbruck, gelangt der Besucher im ehemaligen Atelier Mackes im Obergeschoss zum Wandbild von Macke und Franz Marc «Das Paradies». Es ist das letzte Bild der Ausstellung. «Neben dem Leiden soll die Korrespondenz zum Utopischen, eingefangen im Bild des Paradieses gezeigt werden», sagt Cepl-Kaufmann. |
























































