| Ruhrgebietsstraßen als Kunstprojekt |
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| Samstag, 30. Mai 2009 um 16:52 Uhr | ||
Duisburg (dpa/lnw) - Drei komplette Straßen samt Einwohnern sollen im Ruhrgebiet während des Kulturhauptstadtjahrs 2010 zum Ausstellungsstück werden. «2-3 Straßen» heißt das Projekt des Künstlers Jochen Gerz, das am Freitag in Duisburg vorgestellt wurde. Das Ruhrgebiet habe mit Museen, Theatern und Konzerthäusern die weltweit dichteste kulturelle Infrastruktur, sagte Gerz. Ebenso deutlich sei, dass man diese Tatsache dem Revier nicht ansehe. Um der Diskrepanz zwischen Kultur und Gesellschaft zu begegnen, wolle er den Ausstellungsbegriff «kidnappen». Seine Grundidee sei gewesen, mit der Ausstellung in eine Straße zu gehen und umgekehrt. Der in Irland lebende Konzeptkünstler hat sich international einen Namen mit Werken wie dem Mahnmal gegen Faschismus in Hamburg-Harburg gemacht hat. An dem Straßenprojekt in Dortmund, Duisburg und Mülheim sollen nicht nur die dort dort ständig lebenden Bürger teilnehmen. Gegen ein Jahr mietfreies Wohnen in leerstehenden, frisch renovierten Wohnungen sollen sich eigens angeworbene Bewohner an dem Werk als «Autoren» beteiligen. Ziel von «2-3 Straßen» ist ein Buch, das als kontinuierlich geschriebene Chronik am Ende des Projektes veröffentlicht werden soll. An ihr können sich auch Ausstellungsbesucher beteiligen. Geplant ist, in den Straßen Internet-Cafés einzurichten. |
























































