| «Subversive Praktiken» zeigt Kunst aus Diktaturen |
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| Samstag, 30. Mai 2009 um 16:59 Uhr | ||
Stuttgart (dpa) - Unabhängige Kunst ist auch unter extrem schwierigen Bedingungen möglich - das belegt eine Ausstellung in Stuttgart mit rund 300 Arbeiten von 80 Künstlern aus Osteuropa und Südamerika. Alle arbeiteten in den 60er bis 80er Jahren unter den repressiven Bedingungen von Militärdiktaturen oder in kommunistischen Regimes, wie der Württembergische Kunstverein am Freitag in Stuttgart mitteilte. Er präsentiert die Ausstellung «Subversive Praktiken» eines dreizehnköpfigen internationalen Kuratorenteams von diesem Samstag (30.3.) an bis zum 2. August am Schlosspark. Mit welchen Praktiken hintertrieben die Kunstler die Zensur? Wie opponierten sie gegen bestehende Machtsysteme? Die Arbeiten stammen zum einen aus der DDR, Ungarn, Rumänien, der UdSSR sowie Spanien, zum anderen aus Chile, Brasilien, Argentinien und Peru. Zu sehen sind experimentelle Arbeiten aus im Grund allen Bereichen der Kunst: Fotografie, Zeichnung, Malerei, Konzeptkunst, Performance, Film, Video und Installation. «Der Körper sowie die Aneignung von Sprache, des öffentlichen Raums, der Medien und des Postsystems spielten eine zentrale Rolle», sagte Iris Dressler vom Kunstverein. Viele Werken würden erstmals in Europa gezeigt. Neun Sektionen dokumentieren etwa internationale Künstler-Netzwerke, vielschichtige Probleme mit der Präsentation von Kunst oder die Rekonstruktion von Arbeiten, die zerstört wurden. «Subversive Praktiken - Kunst unter Bedingungen politischer Repression» ist vom 30. Mai bis 2. August beim Württembergischen Kunstverein am Schlossplatz zu sehen. Eine Publikation zur Ausstellung erscheint im Herbst. |
























































