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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Zeitung: Künstler beklagen Umgang mit Beuys-Werken PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 01. November 2009 um 07:53 Uhr

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Bedburg/Berlin (dpa/lnw) - Als «reine Stimmungsmache» hat das Beuys-Museum Schloss Moyland am Niederrhein den Vorwurf der Zerstörung empfindlicher Werke des bedeutenden Künstlers zurückgewiesen. Der Hinweis zahlreicher Künstler und Museumsexperten auf einen angeblich «unvorstellbaren Zerstörungsprozess» an Beuys-Werken sei «eine reine Behauptung, die in die Welt gesetzt worden ist», sagte die neue Museumsdirektorin, Bettina Paust, am Sonntag.   

 

In einem offenen Brief an Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hatten prominente Künstler und Kunstexperten aus dem In- und Ausland den Abzug der Beuys-Sammlung aus dem Museum gefordert, berichtete die «Welt am Sonntag». Das Schreiben war vom ehemaligen Sekretär des 1986 gestorbenen Künstlers initiiert worden.   

 

Die Petition hätten auch Georg Baselitz, Andreas Gursky, Jeff Koons und Cy Twombly unterzeichnet, hieß es. Sie beklagten darin eine Beschädigung des Werks, hervorgerufen durch die Präsentationsweise der lichtempfindlichen Zeichnungen. Ein neuer Ausstellungs-Ort solle gesucht werden.   

 

NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff sagte der Zeitung, eine Verlagerung der Beuys-Werke komme für die Landesregierung nicht in Betracht. Mit der Bestellung von Bettina Paust seien die Weichen für einen Neuanfang im Museum Schloss Moyland gestellt. Merkwürdig sei, dass die Kritik zwölf Jahre nach der Museumseröffnung genau in dem Moment komme, in dem dieser Neuanfang beschlossen sei.   

 

Paust ist seit Mai 2009 Museumsdirektorin. Sie hat eine gründliche Umstrukturierung des früher insbesondere wegen seiner problematischen Hängung kritisierten Hauses eingeleitet, das deswegen ab kommendem Herbst für mehrere Monate teils geschlossen werden soll.   

 

Es sei «bezeichnend», dass die Kritiker-Riege dies «bewusst oder unbewusst» ignoriere, sagte Paust der Deutschen Presse-Agentur dpa in Bedburg-Hau. Ihnen sei offenbar nicht an einem «konstruktiven Austausch» gelegen. Die Museumschefin: «Ich frage mich, wie viele der prominenten Unterzeichner aus aller Welt hier schon mal vor Ort waren, bei uns hat sich bisher keiner von ihnen gemeldet.»

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