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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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«Berliner Mauer» in Belgrad wieder aufgebaut PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 01. November 2009 um 18:19 Uhr

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Belgrad (dpa) - Er ist 40 Meter lang, drei Meter hoch und aus Karton: der «antiimperialistische Schutzwall», den der deutsche Künstler Frank Bölter zum 20. Jahrestag des Berliner Mauerfalls im Zentrum der serbischen Hauptstadt Belgrad aufgebaut hat. «Wir kopieren in künstlerischer Weise die Situation vor 20 Jahren in Berlin», sagt der 40-jährige Lippstädter am Sonntag bei der Fertigstellung seiner «Provokation».   

 

«Weg mit der Mauer» und «Das brauchen wir hier nicht», ist der Künstler bei der Aufstellung immer wieder angegiftet worden. Andere Passanten sind nachdenklich und sprechen von «Mauern in unseren Köpfen». Das Kunsthappening wird vom Goethe-Institut bezahlt und soll die Belgrader anspornen, ihre Meinungen und politischen Positionen auf die Mauer zu malen und zu schreiben. Dazu dient eine «freie» Mauerseite. Die andere bleibt als «unfreie» Seite «nackt». Sicherheitsleute achten darauf, dass diese Seite nicht bemalt wird.   

 

Die ersten Botschaften auf der Mauer sind meist privater Natur. «Tamara, ich liebe Dich!» und «Ivana liebt Luka». Viele «verewigen» sich nur mit ihrem Namenszug. Andere pinseln politische Aussagen an die Kartonwand: «Europa reißt seine Mauern ein», «Auch wir können Fortschritte machen», «Gott schützt Serbien» oder schlicht «Freiheit!» auf Deutsch. «Ich will, dass die Mauer fällt», schreibt ein kleiner Junge, und die 72-jährige Nadezda Todorovic zeichnet ein Herz mit der Parole «Wir wollen Liebe und keine Mauern».   

 

Einige Passanten schütteln den Kopf, dass «dafür Geld ausgegeben wird». Einige waren damals beim Mauerfall selbst in Berlin oder kennen Gastarbeiter, die dabei waren. Bölter ist gespannt, was am 9. November passieren wird, dem Jahrestag des Mauerfalls in Berlin. Er will alles erlauben: die Teildemontage, die Zerstörung oder den «Steineklau» durch Andenkenjäger.   

 

Der «Platz der Republik» im Zentrum Belgrads ist jedenfalls symbolträchtig. Hier haben seit 1991 alle großen Demonstrationen der Opposition gegen den inzwischen in der Haft in Den Haag gestorbenen Autokraten Slobodan Milosevic stattgefunden. Ironie des Schicksals: Milosevic hatte die Zeichen des Mauerfalls nicht erkannt und weiter auf den Sieg des Sozialismus gesetzt.

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