| Geschlechterbuch» kehrt nach Stuttgart zurück |
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| Montag, 02. November 2009 um 17:27 Uhr | ||
Stuttgart/New York (dpa/lsw) - Ein Stück «Beutekunst» kehrt aus den USA in die Stuttgarter Staatsgalerie zurück: Der Rechtsstreit um das «Augsburger Geschlechterbuch» aus dem 16. Jahrhundert sei endgültig zugunsten Baden-Württembergs geklärt worden, berichtete Kunstminister Peter Frankenberg (CDU) am Montag in Stuttgart. Das Buch mit 43 Zeichnungen und 53 Radierungen, dessen Wert auf 680 000 US-Dollar (460 300 Euro) geschätzt wird, werde wieder einen wichtigen Platz in der Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart einnehmen. Es galt am Ende des Zweiten Weltkriegs als zerstört, tauchte dann aber 2004 bei einer Sotheby's-Versteigerung auf.
Ein New Yorker Gericht hatte das Geschlechterbuch im Frühjahr Baden-Württemberg zugesprochen, dieses Urteil sei nun von einem Bundesgericht bestätigt worden. Die Gegenseite habe ihre Berufung zurückgezogen. Einer Rückkehr stehe nun nichts mehr im Wege.
Das Buch gehörte zu den Beständen der Staatsgalerie. Während des Zweiten Weltkriegs war es nach Schloss Waldenburg im Hohenlohischen ausgelagert. Nach einem Brand dort galt es lange als zerstört, 2004 wurde es aber bei Sotheby's in New York zur Versteigerung eingeliefert. Versuche der deutschen Botschaft, zu einer Einigung mit dem heutigen Besitzer zu kommen, hatten keinen Erfolg. Der Direktor der Staatsgalerie, Sean Rainbird, kündigte an, es im kommenden Jahr zum 200-jährigen Bestehen der Grafischen Sammlung zu präsentieren.
Das «Augsburger Geschlechterbuch» entstand Mitte des 16. Jahrhunderts in der damaligen Reichsstadt. Es zeigt fantasievoll gekleidete Figuren als Halter von Wappen ehrbarer Geschlechter. Einige Zeichnungen sind auf das Jahr 1547 datiert. Alle Blätter tragen den Stempel des Königlichen Kupferstichkabinetts Stuttgart.
Augsburger Geschlechterbuch
Stuttgart (dpa/lsw) - Das «Augsburger Geschlechterbuch» ist eine Sammlung von Zeichnungen und Stichen aus dem 16. Jahrhundert. Es zeigt fantasievoll gekleidete Figuren als Halter von Wappen ehrbarer Geschlechter aus Augsburg. Sein Zweck war es, den Rang und Status wappenführender Familien prunkvoll zu repräsentieren.
Einige Zeichnungen sind handschriftlich auf das Jahr 1547 datiert. Alle Blätter tragen rückseitig den Stempel des Königlichen Kupferstichkabinetts Stuttgart, das heute zur Staatsgalerie gehört. Im Zweiten Weltkrieg wurde es nach Schloss Waldenburg ausgelagert und galt nach einem Brand als zerstört. 2004 tauchte es bei einer Auktion auf, sein Wert wurde auf mehr als 460 000 Euro geschätzt.
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