| Kunstsammler und Ex-Geliebte legen Streit bei |
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| Mittwoch, 11. November 2009 um 06:37 Uhr | ||
New York/München (dpa) - Der Henkel-Erbe und Münchner Kunstsammler Udo Brandhorst hat seinen Millionenstreit mit einer Ex-Geliebten in den USA beigelegt. Das bestätigte der New Yorker Anwalt John Wait der Deutschen Presse-Agentur dpa am Dienstag. Brandhorst war von der New Yorker Galeristin Venetia Kapernekas im Zusammenhang mit zwei Skulpturen des britischen Künstlers Damien Hirst im Wert von knapp 48 Millionen Dollar (32,1 Millionen Euro) angeklagt worden. In einem getrennten Verfahren hatte Brandhorst mit seiner ehemaligen Freundin um die Vormundschaft der gemeinsamen achtjährigen Tochter gerungen.
Das Internetportal artinfo.com berichtete, dass die 49-jährige Galeristin ihre Forderung nach einem finanziellen Anteil an den beiden Hirst-Werken im Austausch gegen die Vormundschaft für das Kind zurückgezogen habe. Allerdings behalte Brandhorst das Recht, sein einziges Kind zu besuchen und in den Ferien zu sehen. Er erklärte sich den Angaben nach zu einer einmaligen Zahlung von 100 000 Dollar an seine Ex-Geliebte und zur Einrichtung eines 500 000-Dollar-Fonds für die Ausbildung der Tochter bereit.
Außerdem habe Brandhorst zugestimmt, eine Wohnung im Wert von fünf Millionen Dollar im New Yorker Künstlerviertel Soho auf den Namen des Mädchens zu überschreiben und monatlich 5000 Dollar für ihren Unterhalt bereitzustellen. Selbst für Kapernekas' Anwaltskosten in Höhe von 640 000 Dollar werde er aufkommen, schrieb artinfo.com.
Derweil wies auch die Münchner Sammlung Brandhorst angebliche Miteigentumsrechte von Kapernekas an den Hirst-Werken zurück. Sammlungs-Direktor Armin Zweite teilte am Dienstagabend mit, er möchte «klarstellen, (...) beide Arbeiten, von denen eine derzeit im Museum Brandhorst ausgestellt ist, gehören der Udo und Anette Brandhorst Stiftung». Ein entsprechendes Gerichtsverfahren in New York, «in dem es allein um zivilrechtliche Ansprüche ging, ist inzwischen abgeschlossen», betonte Zweite laut Mitteilung.
Im Mai war in München das Museum Brandhorst eröffnet worden, das eigens für die weltberühmte Sammlung von Udo und Anette Brandhorst gebaut wurde. Nach dem Tod seiner Frau hatte Brandhorst die auf 100 Millionen Euro geschätzten Werke dem Freistaat Bayern übergeben. |
























































