| Bianca Jagger: Auch in Kriegsgebieten Kultur fördern |
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| Mittwoch, 11. November 2009 um 19:26 Uhr | ||
München (dpa/lby) - Ein Theater- oder Kunstprojekt mitten im Krieg, wenn Menschen hungern und um ihr Leben kämpfen - nach Ansicht von Menschenrechtsaktivistin Bianca Jagger (64) machen Kultur- Aktivitäten gerade dann Sinn und dürfen nicht unterbewertet werden. «Es ist sehr wichtig, den Menschen zu zeigen, dass sie nicht vergessen werden», sagte Jagger bei einer Diskussionsrunde zum 75. Geburtstag des British Council am Dienstag in den Münchner Kammerspielen. «Man muss ihnen zeigen, dass man da ist.» Das könne man zum Beispiel schaffen, indem man den Menschen in Krisengebieten Ablenkung vom täglichen Leid ermöglicht.
Jagger ist die Ex-Frau von Mick Jagger, Frontman der Rolling Stones, und kämpft seit Jahren für die weltweite Einhaltung der Menschenrechte. Kunst sei in diesem Kampf sehr wichtig, sagte Jagger. Zum einen mache sie auf aktuelle Missstände aufmerksam. Andererseits sei sie aber auch dafür da, immer wieder an Ungerechtigkeiten zu erinnern, die längst vorbei seien, und das Vergessen zu stoppen.
Der British Council wurde 1934 gegründet und ist Großbritanniens Organisation für Kulturbeziehung. Weltweit bietet er unter anderem Sprachkurse, Kultur- und Begegnungsveranstaltungen an. Zum Geburtstag gratulierte in München auch der Generalsekretär des Goethe-Instituts, Hans-Georg Knopp. «Der British Council war Vorbild bei der Gründung des Goethe-Instituts», sagte Knopp. Beide Institutionen wollten das Verständnis zwischen den Völkern fördern und betrieben Kulturpolitik im weitesten Sinne. |
























































