| Neues Folkwang-Museum öffnet am 30. Januar |
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| Mittwoch, 11. November 2009 um 19:33 Uhr | ||
Essen (dpa/lnw) - Das von dem britischen Star-Architekten David Chipperfield entworfene neue Museum Folkwang in Essen öffnet am 30. Januar für das Publikum. Dies gaben Museumsdirektor Hartwig Fischer und der Kuratoriumsvorsitzende der Krupp-Stiftung, Berthold Beitz, am Mittwoch bekannt. Die Stiftung hatte den Neubau mit 55 Millionen Euro finanziert. Die Neueröffnung des traditionsreichen Museums solle eine Ergänzung, aber kein eigentlicher Programmpunkt des Kulturhauptstadtjahres 2010 im Ruhrgebiet sein, sagte der 96-jährige Beitz: «Für mich ist das neue Museum ein Geschenk der Stiftung an die Bürger.»
Das in mehrere kubische Baukörper klar gegliederte und von Licht durchflutete Museum habe er mit seinen Sälen und Innenhöfen «nach dem Vorbild eines kleinen Dorfes mit Häusern und Plätzen» geplant, erklärte der Architekt. Markantes Kennzeichen des nach nur zwei Jahren Bauzeit vollendeten neuen Museums rund um einen Altbau der 60-er Jahre ist die Fassade aus eisgrünen Glasplatten, die er erstmals im größeren Stil verwendet habe, sagte Chipperfield der Deutschen Presse-Agentur dpa beim Rundgang durch das nahezu fertige Haus.
Das mit langen Sichtachsen gegliederte Gebäude mit nun insgesamt knapp 7000 Quadratmetern Ausstellungsfläche habe das Paradox aller Museen lösen müssen, erklärte der international gefeierte Architekt: «Man will sich darin verlieren, aber man will sich auch orientieren.» Der künftige Besucher müsse sich selbst für den Weg durch die Kunstkollektion entscheiden, meinte Museumschef Fischer: «Das hält die Aufmerksamkeit wach.»
Als erste Sonderausstellung soll ab 20. März 2010 (bis 25. Juli) die Geschichte der städtischen Folkwang-Kunstsammlung vor 1933 unter dem Titel «Das schönste Museum der Welt» rekonstruiert werden. Dabei werden zahlreiche vom NS-Regime verbannte Kunstwerke erstmals wieder in Essen zu sehen sein. Ab 2. Juni geht es dann mit 250 Ausstellungsobjekten um «Fotografie und Rock seit Elvis Presley» weiter, bevor Impressionisten aus Pariser Museumsbesitz mit den «Bildern einer Metropole» (2. Oktober bis 30. Januar 2011) im neuen Museum zu Gast sind.
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