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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Moritzburg: Juristische Mittel gegen Architekten PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 11. November 2009 um 19:38 Uhr

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Halle (dpa/sa) - Das Landeskunstmuseum Stiftung Moritzburg wird wegen der kürzlich entdeckten Brandschutzmängel juristische Mittel gegen die spanischen Architekten einlegen. «Es ist aus unserer Sicht ein glasklarer Planungsfehler der Architekten. Natürlich werden sie Verantwortung tragen», sagte Museumsdirektorin Katja Schneider am Mittwoch in Halle. Am Dienstag war bekanntgeworden, dass die Brandwand zwischen Nord- und Westflügel des Hauses zu niedrig ist. Es handelt sich um wenige Zentimeter. Für die Nachbesserung muss der Museumsneubau im Januar für etwa zwei Monate schließen.   

 

Das Museum Moritzburg war im Dezember 2008 nach dreijährigem Umbau als Zentrum der Klassischen Moderne eröffnet worden. Es bekam einen 18 Millionen Euro teuren modernen Anbau, der schon Anfang dieses Jahres für zwei Wochen geschlossen werden musste. Auch dafür waren der Grund Brandschutz-Mängel. Seinerzeit ging es um einen Fluchtweg, der für 150 000 Euro nachgebessert werden musste. Auch die anstehenden Kosten für die Brandmauer lägen sicher im sechsstelligen Bereich, sagte Schneider. Für die noch nötigen Arbeiten muss das gewölbte Aluminiumdach wieder geöffnet werden.   

 

«Es ist bei großen Projekten nicht unüblich, dass noch nachgebessert werden muss», sagte Halles Baudezernent Günter Hannuschka. Allerdings seien in diesem Fall die Architekten schon vor Baubeginn 2005 darauf hingewiesen worden, dass die Brandmauer in den Plänen zu kurz sei. Dies hätten sie aber ignoriert. Die Schuldfrage sei ganz eindeutig, sagten Hannuschka und Schneider.   

 

Während der neuerlichen Nachbesserungen bleiben die Ausstellungsbereiche «Moderne Eins» von der Jahrhundertwende bis 1945 mit der Expressionismus-Sammlung Hermann Gerlinger und die «Moderne Zwei» mit der Kunst von 1945 bis zur Gegenwart geschlossen. Von den neuen Bauarbeiten nicht betroffen sind die Wehrgänge, der Kuppelsaal und das gotische Gewölbe der einstigen Kardinals-Residenz.   

 

Die Architekten aus Madrid hatten in einem internationalen Wettbewerb mit ihren Vorschlägen zur Moritzburg gegen 27 Konkurrenten gewonnen. Die Spanier haben sich auf Museumsbauten spezialisiert und unter anderem Häuser in San Sebastian, Groningen und Graz gebaut.



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