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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Pariser und Prager Surrealismus unter einem Dach PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 11. November 2009 um 19:41 Uhr

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Von Marc Strehler, dpa

 

Ludwigshafen (dpa/lrs) - Salvador Dali, René Magritte, Max Ernst - Künstler, die fast jedem ein Begriff sind. Aber wer sind Jindrich Styrsky oder Jindrich Heisler? Sie sind ebenfalls Surrealisten. Die einen stehen für den berühmten Pariser Surrealismus, die anderen für den weniger bekannten Prager. Beide Bewegungen zusammen bringt nun eine Ausstellung im Ludwigshafener Wilhelm-Hack-Museum, die mehr als 160 Werke dieser und anderer Surrealisten aus den Jahren 1919 bis 1969 zeigt. «Gegen jede Vernuft. Surrealismus Paris - Prag», heißt die Schau, die am Freitagabend eröffnet wird und bis 14. Februar in Ludwigshafen zu sehen ist.   

 

Die Ausstellung präsentiert etwas Neues - davon zeigten sich die Macher am Mittwoch überzeugt. Der Prager Surrealismus sei im Westen «so gut wie gar nicht aufgearbeitet», erläuterte Museumsdirektor Reinhard Spieler. Er habe aber vor dem Zweiten Weltkrieg und auch danach eine wichtige Rolle gespielt. Nach dem Krieg war die Prager Bewegung unter kommunistischer Herrschaft verboten. Grund: «Im Kern des Surrealismus steht die Forderung nach der totalen, tabulosen Freiheit des Denkens», sagte Spieler.   

 

Einer der Kuratoren der Schau, der Prager Karel Srp, sagte, die Ausstellung komme «gerade zur rechten Zeit». Er beklagte, dass der Prager Surrealismus meist auf einige wenige Werke reduziert werde. Zwischen den Surrealisten in Prag und Paris habe es bereits vor dem Zweiten Weltkrieg enge Verbindungen gegeben, betonte er. So lebten einige Prager Surrealisten zeitweise in Paris, es gab auch gegenseitige Besuche.   

 

Zentraler Blickfang der Ausstellung ist ein Theatervorhang von Salvador Dali - fast neun auf zwanzig Meter groß ist das Werk, das in dem Museum eine komplette Wand einnimmt. Es ist das erste Mal überhaupt in Europa zu sehen, wie Spieler berichtete. Am Beginn der Ausstellung begrüßt die Besucher eine surrealistische Weltkarte - sie zeigt den speziellen Blick dieser Künstler auf die Welt: Auf ihr besteht etwa Europa nur aus Paris, Österreich und Deutschland.   

 

Finanziert wird die Ausstellung von der Stadt Ludwigshafen und dem Chemiekonzern BASF. Parallel dazu gibt es eine Schau im Kunstverein Ludwigshafen mit surrealistischen Fotografien aus Paris und Prag. Vom 26. November an ist außerdem in der Heidelberger Sammlung Prinzhorn eine Ausstellung mit dem Titel «Surrealismus und Wahnsinn» zu sehen. Dort werden Werke Geisteskranker, die den Surrealisten teils als Inspiration dienten, neben Bilder bekannter Surrealisten gestellt.   

 

Die Ausstellung im Hack-Museum ist Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr, donnerstags bis 20.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt in das Hack-Museum und den Kunstverein kostet im Kombiticket 13 Euro, ermäßigt 9 Euro.



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