| Horst Janssen zum Achtzigsten |
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| Donnerstag, 12. November 2009 um 11:57 Uhr | ||
Hamburg (dpa) - Mit einer Doppelausstellung zum 80. Geburtstag ehren die Hamburger Museen Horst Janssen (1929-1995). Die Kunsthalle thematisiert mit «Kunst der Freundschaft. Gute und böse Blätter» Janssens jahrelange Freundschaft zu zwei seiner Sammler. Mehr als 80 ausgewählte Werke aus den Sammlungen von Klaus Hegewisch und Gerhard Schack spiegeln das Auf und Ab dieser Freundschaften wider, teilte die Kunsthalle am Donnerstag mit. Mit mehr als 130 Werken zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe einen Querschnitt aus dem Schaffen des großen Zeichners. Angefangen von den Entwürfen für seinen ersten Auftrag bis zu den launischen Plakatentwürfen der 90er Jahre.
Zu sehen sind Zeichnungen, Lithographien der 50er Jahre, Plakatserien der 60er Jahre, ein Bilderbogen mit Schriftsteller- Porträts, die Grafikfolge «Abschied von Verena», Briefe und Einladungen, Vorarbeiten für ein Buch über Birgit Jacobsen und «Der große Totentanz» (Radierungen). Gezeigt wird auch der dokumentarische Spielfilm «Janssen: Ego» (1982-1989) von Peter Voss-Andreae.
Janssen wuchs in Oldenburg und Haselünne auf. Seine Mutter starb 1943 an Schwindsucht. Als Janssen nach dem Krieg nach Hamburg zu seiner Adoptivmutter Anna Janssen «Tantchen» kam, gab es hier nur eine notdürftig wieder eingerichtete Kunsthochschule. Lehrer für Freies Zeichnen war Alfred Mahlau, von dem Janssen das genaue Schauen und den präzisen Umgang mit dem Arbeitsgerät lernte. Zum entscheidenden Durchbruch verhalf ihm 1965 seine erste große Einzelausstellung in der Kestner-Gesellschaft in Hannover. Höhepunkt war der Große Preis auf der Biennale in Venedig 1968. Die 70er Jahre zeigen den reifen Janssen und gelten als Höhepunkt seiner Kunst.
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