| Gängeviertel: «Aus Fehlern lernen» |
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| Donnerstag, 12. November 2009 um 19:33 Uhr | ||
Hamburg (dpa/lno) - Nach der Rettung des von Künstlern besetzten Hamburger Gängeviertels haben SPD-Politiker an die Stadt appelliert, auf das Nutzungskonzept der Künstlerinitiative einzugehen. Mit der Entscheidung «Dritter Investor oder Sanierung in städtischer Verantwortung» stelle der schwarz-grüne Senat die Weichen für die Zukunft des Gängeviertels, sagte Stadtentwicklungsexperte Andy Grote am Donnerstag. «Ich hoffe, der Senat lernt aus seinen Fehlern.» Das beziehe sich nicht nur auf das Handeln des Senats beim Gängeviertel, sondern auch auf die Korrektur der Stadtentwicklungspolitik, die nicht länger in der Finanzbehörde gemacht werden dürfe.
Die Stadt Hamburg hatte sich am Mittwochabend mit dem niederländischen Investor Hanzevast weitgehend über den Rückkauf des von Künstlern besetzten Gängeviertels geeinigt. Es sei zwar noch nicht alles in trockenen Tüchern, man sei sich jedoch einig, sagte der GAL-Fraktionschef im Bezirk Mitte, Michael Osterburg, dem «Hamburger Abendblatt» (Donnerstag). Dem Bericht zufolge soll Hamburg dem Investor eine Summe von gut zwei Millionen Euro geboten haben. Die zuständige Kulturbehörde wollte sich am Donnerstag zu dem Bericht nicht äußern. «Kein Kommentar», hieß es aus der Behörde.
Die SPD-Kulturexpertin Christel Oldenburg betonte, die sich anbahnende gute Nachricht aus dem Gängeviertel ändere nichts am «für viele Künstlerinnen und Künstler bedrohlichen Mangel an bezahlbarem Atelier-Raum in Hamburg». Es wäre völlig falsch, wenn der Senat dieses nach wie vor bestehende Problem mit dem Hinweis auf die Lösung für das Gängeviertel wieder zu den Akten legen würde, sagte Oldenburg. Die Entscheidung zur Rückabwicklung des Vertrags mit dem Investor Hanzevast sei aber richtig, betonte Grote. Die Kosten, die jetzt auf die Stadt zukommen, wären allerdings nicht entstanden, wenn der Senat auf kritische Stimmen gehört hätte.
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