| Rom erhält Museum für die Kunst des 21. Jahrhunderts |
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| Donnerstag, 12. November 2009 um 19:34 Uhr | ||
Rom (dpa) - Die Stadt der antiken Ruinen und der barocken Kirchenpracht macht einen erheblichen Schritt in die Neuzeit: In Rom ist das nationale Museum für die Künste des 21. Jahrhunderts (MAXXI) fertiggestellt worden, entworfen von Zaha Hadid, dem anerkannten britischen Architektin irakischer Herkunft. Das von Kulturminister Sandro Bondi am Donnerstag vorgestellte Museum soll mit fünf Ausstellungen im Frühjahr 2010 eröffnet werden und so eine große Lücke im Kulturangebot der italienischen Hauptstadt schließen.
Das neue Museum entstand im nördlichen Flaminio-Viertel auf dem Gelände einer früheren Kaserne. Für 150 Millionen Euro hat Hadid eine Konstruktion mit hohen und hellen Räumen auf drei Ebenen geschaffen, die dem Licht und dem Blick über mehrere Etagen einen besonderen Stellenwert einräumt. Elegant geschwungene und verschlungene Treppen in Schwarz erinnern an die verschachtelten Architektur-Fantasien des Kupferstechers Piranesi im 18. Jahrhundert. Hadid hat 2004 als bisher einzige Frau den renommierten Pritzker-Architekturpreis erhalten.
«In wenigen Monaten wird diese außerordentliche Architektur zu einem herausragenden Kulturzentrum mit einer ständigen Sammlung, Wechselausstellungen und Events», sagte der Kulturminister. Dafür stehen 10 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Den Grundstock der Sammlung legen 350 Werke zeitgenössischer Künstler. Für sie hat die Architektin ein Haus schaffen wollen, «in dem Innen und Außen ein dichtes Gewebe bilden und miteinander kommunizieren.»
Nach der Eröffnung im Frühjahr werden 200 000 bis 400 000 Besucher jährlich erwartet. Zuvor gibt es dort bereits einzelne Kulturevents, als erstes an diesem Wochenende eine choreographische Installation der deutschen Künstlerin Sasha Waltz mit ihrem Tanzensemble. |
























































