| Olowska in der Pinakothek - Eine Schau wie eine Collage |
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| Donnerstag, 12. November 2009 um 19:44 Uhr | ||
München (dpa/lby) - Alte und neue Werke gleich nebeneinander, manchmal auch zusammengemischt - wie eine einzige große Collage in sich wirkt die neue Ausstellung der polnischen Nachwuchskünstlerin Paulina Olowska in der Münchner Pinakothek der Moderne. Aber nicht nur das ganze Konzept erinnert an ein Zusammenmixen von Alt und Neu, auch die Bilder Olowskas selber stecken voller Verweise. Bis zum 14. Februar 2010 ist die kleine Sonderschau mit dem Titel «Shadow with a Sneak» zu sehen. Die Abwechslung zwischen Stilen, Motiven und Arbeitsweisen gehört zum Konzept. «Es gibt kein Markenzeichen von Paulina Olowska», sagte Kurator Bernhart Schwenk am Donnerstag zur Eröffnung. «Die Betrachter sind gefragt, das Kennzeichen für sich selbst zu erkennen.»
Olowska - 1976 in Gdansk, dem früheren Danzig, geboren - ist im Depot der Pinakothek der Moderne auf Schatzsuche gegangen. Vor allem Bilder der Klassischen Moderne hat sie dabei gehoben. Manche von ihnen würden in der regulären Ausstellung wohl nicht gezeigt werden, meinte Schwenk. Nach dem Finden hat Olewska aber selber zu Pinsel, Stift und Schere gegriffen und ihre eigenen Antworten auf die alten Werke gestaltet.
So hat sie etwa die «Frau im schwarzen Mantel» von Georg Grosz detailgenau abgemalt, aber vor ein gigantisches Kreuzworträtsel gestellt. Damit verstärkt sie den suchenden, fragenden Blick der bekannten Figur noch. In anderen Bildern verarbeitet sie Fotos, Drucke, Zeichnungen, Text und Malerei und setzt die Elemente neu zusammen. Parallel zur Ausstellung erscheint das «Süddeutsche Zeitung Magazin» mit einer Ausgabe (13. November), die komplett von Olowska gestaltet wurde.
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