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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Erste große Botticelli-Schau in Deutschland PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 12. November 2009 um 19:51 Uhr

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Von Inga Radel, dpa

 

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Model Kate Moss und Schauspielerin Uma Thurman gelten noch heute als «Botticelli-Schönheiten» - rund 500 Jahre nach dem Tod des berühmten italienischen Renaissance-Malers. Frauen, wie sie Sandro Botticelli (1444/45-1510) porträtierte, sind außerordentlich schön, strahlen aber auch eine gewisse Distanz, Kühle und Melancholie aus. Eines seiner zentralen Frauenporträts, das monumentale «Weibliche Idealbildnis», ist der Ausgangspunkt der Schau «Botticelli» im Frankfurter Städel Museum. Die erste Ausstellung des großen Künstlers im deutschsprachigen Raum, zu sehen von diesem Freitag an bis zum 28. Februar 2010, ist ein Prestige-Projekt.   

 

Sensationell vor allem, wie es Museums-Direktor Max Hollein und Kurator Andreas Schumacher gelang, die vielen kostbaren Leihgaben aus den bedeutendsten Gemäldesammlungen der Welt und aus privatem Besitz zusammenzubekommen. «Das sind Werke, die über 500 Jahre alt und besonders fragil sind», erläutert Hollein. «Darüber hinaus sind es Meisterwerke der Kunstgeschichte, die sehr wertvoll sind und zu den Publikumsmagneten in ihren jeweiligen Sammlungen gehören.» Auch dank guter Verhandlungskünste stellten Hollein, bekannt für sein Netzwerk, und Co. eine spektakuläre Schau zusammen: Rund 40 Arbeiten von Botticelli und aus seiner Werkstatt sowie 40 Werke von Zeitgenossen.   

 

Glanzstücke sind etwa Botticellis Gemälde «Minerva und Kentaur» und «Verkündung» - beide aus den Uffizien in Florenz - und die «Venus» aus der Berliner Gemäldegalerie. «Die "Venus" ist der erste weibliche Akt der neuzeitlichen Malerei», sagt Kurator Schumacher.   

 

Die Ausstellung beleuchtet Botticelli als Zeichner und als Maler sowie in seiner ganzen thematischen Vielfalt. Ein Teil widmet sich seinen mythologischen Darstellungen weiblicher Gottheiten und Tugendheldinnen. Ein zweites Kapitel behandelt den religiösen Maler und seine bekannten Madonnen-Bilder; ein drittes den Porträt-Maler. Diese Bildnisse seien gekennzeichnet von einer «besonders lebensnahen Präsenz», hebt Schumacher hervor. Botticelli habe viele seiner Porträtierten aus dem üblichen Profil in die 3/4-Ansicht gedreht und so einen unmittelbaren Blickkontakt mit dem Betrachter hergestellt.   

 

Eines der Hauptwerke der Schau ist das «Bildnis des Giuliano de' Medici», eine Leihgabe aus der National Gallery of Art in Washington. Botticelli stand hoch in der Gunst der Bankiersfamilie Medici und ihrer Gefolgsleute. Sein opulentes Werk gilt auch als Inbegriff der Florentiner Kunst im Goldenen Zeitalter der Medici-Herrschaft unter Lorenzo dem Prächtigen. Der «Giuliano», Lorenzos Bruder, ist dem «Weiblichen Idealbildnis» aus dem Städel-Besitz gegenübergestellt. So sind beide wieder vereint, das Idealbild einer Frau soll Giulianos geliebte Turnierdame Simonetta Vespucci darstellen. Den Audio-Guide zu der Ausstellung spricht «Superweib» Veronica Ferres. 

 

(Service-Hinweis: Die Ausstellung ist dienstags und freitags bis sonntags von 10.00 - 18.00 Uhr zu sehen, mittwochs und donnerstags bis 21.00 Uhr. Eintrittspreise am Wochenende: 12 Euro (ermäßigt 10 Euro), wochentags: 10 Euro (8 Euro), Familienkarten: 20 Euro. Es gibt einen 372-seitigen Katalog. Er kostet 39,90 Euro. )

 

 



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