| Semmelroth: Botticelli-Schau ist Sensation |
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| Donnerstag, 12. November 2009 um 20:00 Uhr | ||
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Rund 500 Jahre nach dem Tod Sandro Botticellis widmet das Frankfurter Städel Museum dem italienischen Renaissance-Maler die erste große Ausstellung im deutschsprachigen Raum. Der Kulturdezernent der Stadt Frankfurt, Felix Semmelroth (CDU), geriet am Donnerstag im dpa-Interview «Drei Fragen, drei Antworten» regelrecht ins Schwärmen über das Prestige-Projekt.
Was macht die Ausstellung so besonders?
Felix Semmelroth: «Zum einen natürlich, dass Werke gezeigt werden, die man so in dieser Zusammenfügung noch nie gesehen hat, aber auch, dass sie gattungsübergreifend ist. Das heißt, sie geht über das hinaus, was normalerweise mit Botticelli verbunden wird. Sie ist auch eine der größten Botticelli-Ausstellungen überhaupt, die je gezeigt wurden. Und alles zusammen macht sie wahrscheinlich zu der wichtigsten Botticelli-Schau der nächsten Jahrzehnte.»
Sie nannten dieses Projekt sogar eine «Sensation», wieso?
Felix Semmelroth: «Dass das wirklich gelungen ist, gerade auch private Leihgeber zu überzeugen, diese Werke hier zu zeigen. Das zeugt natürlich auch von dem großen Ansehen, das das Städel genießt, das insbesondere die wissenschaftliche Kapazität des Städels genießt. Von daher ist das wohl wirklich eine Sensation, über die noch lange, lange gesprochen werden wird.»
Was macht den Künstler Botticelli für Sie aus?
Felix Semmelroth: «Die Opulenz, der unglaubliche Farbenreichtum, aber auch die Vielfalt an Themen, die er hat. Es ist einfach eine Welt, die da wieder lebendig wird, die man so sonst nicht mehr kennt und nicht mehr kennen kann. Dieses Florenz der Renaissance ist uns ja aus dem Bewusstsein entschwunden. Andererseits, glaube ich, ist Botticelli in hohem Maße in unserem kulturellen Gedächtnis verankert.»
Interview: Inga Radel, dpa
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