| Horst Janssens Kinder: Durch seine Werke verbunden |
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| Sonntag, 15. November 2009 um 07:59 Uhr | ||
Von Vera Jansen, dpa
Oldenburg (dpa) - Mit einem Familienfest hat das Horst-Janssen- Museum in Oldenburg am Samstag den 80. Geburtstag des 1995 gestorbenen Künstlers gefeiert. Besucher hatten nicht nur freien Eintritt, sie konnten in der Ausstellung auch mit den vier Kindern Janssens plaudern. Nach elf Jahren seien sie erstmals alle vier wieder zusammen, sagte der Älteste, Clemens Gutsche. Lange Zeit wussten sie nichts voneinander. 1991 lernten sie sich bei einem Familientreffen kennen. Seitdem halten sie Kontakt. Das Museum zeigte aus Anlass des Geburtstages seit Ende August eine große Retrospektive mit 300 Aquarellen, Zeichnungen und Drucken, die an diesem Sonntag endet.
Sohn Clemens erfuhr erst 1980 durch eine Fernsehsendung, dass Horst Janssen sein Vater ist. «Alle in der Familie wussten es, nur ich nicht», sagte der 59-Jährige. Erst zehn Jahre später besuchte er ihn erstmals. «Ich bin im Nachhinein traurig, dass ich mir soviel Zeit gelassen habe.» Die 1956 geborene Tochter Lamme hatte lange Zeit kein Interesse, zu wissen, wer ihr Vater ist. «Im Alter von drei Jahren bin ich mit meiner Mutter nach Kanada gezogen und dort aufgewachsen», berichtete sie. 1991 kam sie mit ihrer eigenen Tochter nach Deutschland zurück und zog zum Vater ins Haus. «Er hat mich voll in Beschlag genommen.»
Sohn Philipp hat seine Kindheit bis zum Alter von acht Jahren mit dem Vater verbracht. «Es war immer viel los, es war nie langweilig», sagte der 48-Jährige. Viel Zeit habe der Künstler nicht für ihn gehabt. «Ich habe seine Werke gesehen, und seine Werke waren er.» Er zog dann mit der Mutter zu den Großeltern, bekam aber gezeichnete Postkarten von Vater. Die neun Postkarten mit Tier-Motiven gehören zur Ausstellung.
Der jüngste Sohn ist der 1973 geborene Adam. «Ich wusste, dass er mein Vater ist. Aber es gab wenige Gelegenheiten, wo ich ihn gesehen habe, meist bei öffentlichen Anlässen.» Er habe auch Briefe von ihm bekommen. «Unterhalten wollte er sich erst, wenn ich 21 bin. Und das haben wir dann oft gemacht.» Rückblickend sind sie alle stolz auf den Vater und gern zur Geburtstagsfeier ins Museum gekommen. «Es ist ein großer Trost, dass wir uns durch seine Werke immer wieder mit ihm verbunden fühlen können.»
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