| Karlsruhes Kunsthalle zeigt Aufbruch der Bildhauer |
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| Sonntag, 15. November 2009 um 08:00 Uhr | ||
Karlsruhe (dpa/lsw) - «Fortsetzung folgt», dachte sich die Staatliche Kunsthalle in Karlsruhe nach ihrer Ausstellung zur Geschichte der französischen Plastik im 19. Jahrhundert. Ging es in der gleichnamigen Schau 2007 um die Werke «Von Houdon bis Rodin», so werden von Ende November an Skulpturen aus der Zeit «Von Rodin bis Giacometti» präsentiert. Ausgehend vom frühen 20. Jahrhundert soll der Aufbruch der Bildhauer in die Moderne nachgezeichnet werden, in dessen Folge das uralte Motiv der menschlichen Figur zumindest zum Teil abgelöst wird von abstrakten Konstruktionen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht bis Ende Februar die These, dass sich die Plastik in der Moderne nicht - wie noch im 19. Jahrhundert - zeitverzögert zur Malerei entwickelte. Vielmehr waren die Skulpturen prägend für viele Erneuerungsschübe der Kunst, kündigt die Kunsthalle vor Eröffnung ihrer Schau an. Gezeigt werden unter anderem Werke von Aristide Maillol, Auguste Rodin, Paul Gauguin und Henri Matisse, Max Ernst, Marcel Duchamp und Pablo Picasso, Wilhelm Lehmbruck, Ernst Barlach, Henry Moore und Käthe Kollwitz.
Keineswegs allerdings habe sich das Bildhauerthema der menschlichen Figur im Zeitalter der gegenstandslosen Kunst aufgelöst, vielmehr habe es sich erweitert. Die Künstler bezogen auch den Raum als Bestandteil des Plastischen ein, bis dieser schließlich ebenso zum selbstständigen Thema wurde wie die Formensprache «primitiver» Kulturen oder die Abstraktion. Gezeigt werden insgesamt mehr als 100 Werke von rund 60 Künstlern, davon 92 Leihgaben aus 50 Sammlungen. |
























































